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Wie konnte es dazu kommen, dass ein ganzes Volk dem Nazi-Regime verfiel? Antwort auf diese Frage findet Jan Peter Wiborg in einem Bündel Briefe, geschrieben von Clara, einer BDM-Führerin und fanatischen Nationalsozialistin. Clara war Wiborgs Tante und ver

Claras Wahn

Was Clara S. an ihr „Muttilein“ schreibt, macht sprachlos. „Es ist bitterschwer, was auf uns zukommt. Sieg oder tot! Wir schaffen es ja zuletzt doch noch. Unser Leben ist im Augenblick derart schön, daß Du es nicht glauben wirst und Dir auch nicht vorstellen kannst. Der Frühling so schön. Der Krieg so nah. Alles Leben gesteifert.“ Der Brief kommt aus Stettin, geschrieben im März 1945, in den letzten Kriegstagen. Die Hauptstadt Pommerns liegt da schon in Schutt und Asche, versinkt im Chaos. Und Clara, die gerade erst 24-jährige BDM-Führerin, gibt sich einem Liebesrausch hin, ist wie im Wahn, gefangen im Glauben an den viel beschworenen Endsieg.

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Autor:

Katharina Grimpe


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