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Mächtig Theater in Beckedorf: Grundschule feiert Jubiläum und erlebt das Ende der Eigenständigkeit

"Cirka 100 Jahre-Feier" - und wie viele genau?

Beckedorf (gus). 200 Gäste haben in Beckedorf das Jubiläum der Grundschule gefeiert und gleichzeitig das Ende einer Ära erlebt. Denn das Motto "Cirka 100 Jahre-Feier" bezog sich auf den Aspekt der Eigenständigkeit der Schule. Diese ist von nun an als Episode mit der Dauer einer Jahrhunderts zu betrachten.

Mucksmäuschenstill sind die jüngsten Festbesucher, als ein "Lehr

Wie lange es denn nun ganz genau eine eigenständige Grundschule in Beckedorf gegeben hat, ist nicht völlig exakt zu benennen. Vor ungefähr 100 Jahren ist der Lehrbetrieb von der Kirche abgekoppelt worden. Fest steht, dass die Fusion mit der Lindhorster Grundschule, die in diesem Sommer vollzogen wird, das Kapitel beendet. Gemeindebürgermeister Rolf Bahlmann betonte, dass er sich "eine andere Entscheidung gewünscht" hätte. Die Grundschule sei von mehreren Generationen besucht worden, etliche Eltern hätten ihre Kinder auf die Schule geschickt, an der sie selbst einst gelernt hätten. Der hohe Stellenwert, den die Schule inBeckedorf immer gehabt habe, bleibe hoffentlich bestehen. Samtgemeindedirektor Gerd Busche nahm den Ball auf. Dieser nannte umfangreiche Investitionen in das Gebäude als Indizien dafür, dass der Grundschulstandort mit Wohnortnähe für die Kinder von der Verwaltung als wichtig eingestuft wird. Den Weg der Zusammenlegung nannte Busche eine Maßnahme zur Zukunftssicherung. Deren Auswirkungen sind demnach rein administrativer Natur. "Für Eltern und Kinder ändert sich nichts", betonte Busche. Das dürfte auch die Elternratsmitglieder Anja Machate-Bente und Mirko Ehlerding gefreut haben. Diese hatten sich zuvor gewünscht, dass bald auch das 150-jährige Bestehen gefeiert werden kann - so cirka. Ansonsten spielte sich die Feierstunde im rein bunten Bereich ab. Anekdoten aus der Pionierzeit wurden auf Plattdeutsch vorgetragen. Eigentlich hat die Schulgeschichte in Beckedorf demnach bereits um 1600 herum begonnen. Pastor Falk Nisch führte den Ursprung auf die Zeit der Reformation zurück. Die kommissarische Schulleiterin Christiane Schimke ließ die Chronik anhand einer Dia-Vorführung Revue passieren. Wiederholt wurden Anekdoten eingestreut. Beispielsweise über einen Schulausflug auf zwei Traktoren und über Adolf Meier, der zum Wadenbeißer wurde, um den Prügeln eines Lehrers zu entgehen. Zwischendurch traten die Clowns Carola und Claudia von der Schule für Tanz und Theater Hannover auf. Die quirligen Mädels gaben unter anderem humoristische Einblicke in das Schulleben von einst und von heute.

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