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Gutachter: "Da gehört kein Einzelhandel hin" / Breslauer Straße und Bahnhofstraße positiv bewertet

CIMA sagt Nein zu "Kuhlemannschem Tonloch"

Stadthagen (ssr). Auf gar keinen Fall als Standort für Einzelhandel entwickeln sollte die Stadt Stadthagen das "Kuhlemannsche Tonloch" (Nordring/Herminenstraße). sowie die Ecke Lauenhäger-/Vornhägerstraße. Das empfehlen die Experten der CIMA Stadtmarketing GmbH in ihrem Gutachten über das Einzelhandelskonzept für Stadthagen. Damit erteilen sie Überlegungen für die Ansiedlung von Handelsbetrieben an diesen Stellen, wie sie vor Jahren im städtischen Bauamt gehegt worden waren, eine klare Absage.

Derzeit befindet sich auf dem "Kuhlemannschen Tonloch" ein Parkplatz. Vor einigen Jahren war dort die Ansiedlung eines Gartenbau-Centers ins Auge gefasst worden - der potenzielle Investor hatte seine Absicht damals aber fallen lassen. Im Zuge dieserÜberlegungen hatte das Stadtbauamt das Areal ausdrücklich als Ergänzung zum Innenstadthandel in Erwägung gezogen. Das sehen die CIMA-Gutachter ganz anders. Das Areal sei für "Einzelhandel generell nicht geeignet" und sollte für entsprechende Ansiedlungen "ausgeschlossen werden". Erstens sei die Lage ohnehin "ungünstig", zum Zweiten würde sich ein solcher Standort "als Konkurrenz zur Innenstadt" entwickeln, schreiben die Gutachter. Ähnlich beurteilen die Experten die Ecke Lauenhäger-/Vornhägerstraße am Ostwall. Hier gibt es bereits einen Lagerverkauf (Ratio), ein Autohaus und einen Reifenhandel. Auch hier warnen die Gutachter vor jeglicher Ansiedlung von Einzelhandel. Denn auch hier würde das aus CIMA-Sicht lediglich eine zusätzliche Konkurrenz zur Innenstadt bedeuten, vornehmlich zur direkt benachbarten, höchst problematischen nördlichen Altstadt. Die CIMA empfiehlt vielmehr, den Standort "als Wohn- und/oder Dienstleistungsstandort" weiterzuentwickeln. In dem Gutachten - das am Donnerstag dieser Woche um 17 Uhr im Rathaus demöffentlich tagenden Wirtschaftsausschuss des Rates vorgestellt wird - äußern sich die Experten ebenso zum Standort "Südliche Jahnstraße". Auch hier warnt das Gutachten vor der weiteren Ansiedlung von Sortimenten, die der Nahversorgung dienen oder die in der Altstadt bereits vorhanden sind. Hingegen könnte der Standort durch zusätzliche Ansiedlung "nicht-zentrenrelevanter Sortimente konsolidiert" werden - also durch Möbel, Großelektro, Baustoffe oder Fahrräder. Das Konzept nennt in Ergänzung zur Altstadt zwei Standorte mit herausgehobener Bedeutung als "Stadtteil- und Nahversorgungszentren". Das ist zum einen der Bereich bei der früheren Lederfabrik Strebost (Breslauer Straße), zum anderen der Abschnitt der Bahnhofstraße zwischen Marktstraße und Kino-Kreisel. An beiden Standorten gibt es jeweils elf Geschäfte mit einer insgesamt breiten Angebotspalette. In beiden zentralen Versorgungsbereichen werden weitere Entwicklungs-chancen von den Experten nicht ausgeschlossen. Im Blick haben die CIMA-Autoren auch den Standort am Bahnhof, den sie grundsätzlich als wichtig erachten. Er sollte "nach Möglichkeit als Nahversorgungsstandort gesichert und gestärkt werden".




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