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Die Eilser Ferienkinder erleben auf der Freilichtbühne Porta die Uraufführung eines Musicals

Chinas Jeanne d'Arc trägt den Namen Mulan

Eilsen/Porta (sig). So ganz neu ist die Idee nicht, dass Frauen in Männerrollen schlüpfen und sich als besonders mutig erweisen. Ein Synonym dafür ist Jeanne d'Arc, die Jungfrau von Orleans. Jenes französische Bauernmädchen kämpfte einst gegen die Engländer und wurde als Retterin Frankreichs gefeiert. Eilser Ferienkinder erlebten jetzt auf der Freilichtbühne Porta eine Uraufführung, in deren Mittelpunkt ebenfalls eine Frau stand, die der Legende nach China vor der Mongolenherrschaft bewahrt haben soll.

Der TSV Bad Eilsen hatte zu dieser Freiluftveranstaltung eingeladen. 26 Jungen und Mädchen bestiegen in Heeßen den Bus und ließen sich zu der Bühne bringen, die sich am Stadtrand von Minden befindet. Weil der Himmel von einem dunklen Wolkenmeer bedeckt war und es zeitweilig etwas tröpfelte, blieben etliche Stuhlreihen frei. Aber das störte die Stimmung der jugendlichen Gäste aus der Samtgemeinde nicht. So ein offenes Felsentheater ist doch etwas anderes als eine eng begrenzte Bühne. Da gibt es viel zu schauen. In allen Winkeln kann sich etwas ereignen. Das erfordert die ganze Aufmerksamkeit der Zuschauer. Und Spannung gab es bei dieser Uraufführung reichlich. Das Musical stammt aus der Feder von Christian Gundlach aus Hannover. Er hat sich dort alsÜbersetzer, Autor und Komponist einen Namen gemacht. Seit sechs Jahren ist er stellvertretender Geschäftsführer der Landesbühne in der niedersächsischen Hauptstadt. Die "Legende von Mulan" erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens mit Namen Mulan. Sie ist die Tochter eines Offiziers, der einst in den Diensten des Kaisers von China stand. Als mongolische Heerscharen die Dynastie bedrohten, sollte jede Familie einen Krieger zur Verteidigung des Reiches stellen. Das Mädchen Mulan zog Männerkleidung an und übernahm diese Aufgabe für ihren tollpatschigen Bruder. Mit weiblicher List verhalf Mulan den kaiserlichen Truppen zum Sieg über die Mongolen. Eingeflochten in dieses Geschehen hat der Autor eine Liebesgeschichte. Über zwei Stunden zog sich das abwechslungsreiche Geschehen hin. Die Darsteller waren mit großem Engagement bei der Sache und auch stimmlich auf der Höhe. Immer wieder brandete Beifall auf offener Felsenbühne auf. In der Pause gab es für die Eilser Ferienkinder Eis und Erfrischungsgetränke. Einige Mütter, die sich um die Betreuung der Besuchergruppe kümmerten, notierten sich bereits ein Angebot der Porta-Bühne für den bevorstehenden Spätherbst. Da wird das Musical "Der kleine Lord" aufgeführt, dessen Musik von Konstantin Wecker und von dem durch zwei Aufführungen im Bückeburger Theatersaal bekannten Christian Berg stammt.




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