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Elf Gymnasiasten stellen sich Internationalem Wettbewerb / Auch Mädchen begabt

Chemie-Olympiade: "Hoffnungsvoller Nachwuchs für unsere Gesellschaft"

Rinteln (cok). Elf Oberstufenschüler des Gymnasiums Ernestinum nahmen an der Vorausscheidung für die Internationale Chemie-Olympiade teil, acht von ihnen erreichten dabei die zweite von insgesamt vier Runden: Christina Hartwich, Miria Duderstedt, Phillipp Loewner, Karola Gerecht, Sebastian Wille, Nora-Theresa Schiffers, Annika Biro und Dominique Siekmann.

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"Ihr seid ein hoffnungsvoller Nachwuchs für unsere Gesellschaft!", mit diesen Worten lobte Chemielehrer Günter Böhm die erfolgreichen Schüler bei der Übergabe der Teilnahmeurkunden. Die elf Teilnehmer, darunter sieben Mädchen, erhielten eine Reihe von theoretischen Aufgaben, die sie selbständig über die Sommerferien bearbeiteten. Einige von ihnen hatten bereits im letzten Jahr an einer Vorausscheidung teilgenommen, als eine Art Probelauf. Die Aufgaben sind zwar von interessierten und fleißigen Chemiekurslern durchaus zu bewältigen, aber doch insgesamt so schwer, dass nur der kleinere Teil gleich beim ersten Versuch eine Runde weiterkommt. Richtig vertrackt wird es erst in Runde zwei, in der auch praktische Prüfungsaufgaben bewältigt werden müssen, damit von vielen hundert Teilnehmern aus ganz Deutschland 70 bis 80 Hochbegabte ausgewählt werden können, die dann an anspruchsvollen Auswahlseminaren in Berlin teilnehmen dürfen, um schließlich in der vierten und letzten Runde eine vierköpfige deutsche Mannschaft für die eigentliche "Internationale Chemie-Olympiade" zusammenzustellen. Die Förderung der Naturwissenschaften hat Tradition am Gymnasium Ernestinum. Seit sieben Jahren gibt es die sogenannten Mathematik-Naturwissenschaften-Klassen (Math.-Nat.-Klassen) mit speziellem Schwerpunkt für entsprechend interessierte Schüler. Zwei volle Leistungskurse Chemie kamen aktuell am Gymnasium zustande, durchaus beachtenswert, gehört das Fach doch gemeinhin zu den weniger beliebten im Fächerkanon. Auch deshalb wohl, weil die gesamten Grundlagen in der Mittelstufe gelegt werden, wo die Schüler in einem eher schwierigen Alter sind und viele für immer den Anschluss verpassen. "Ohne unsere engagierten Fachlehrer könnte es so einen Erfolg niemals geben", betonte Günter Böhm als Fachobmann Chemie. "Dass es so viele Teilnehmer für die Vorausscheidung der Chemie-Olympiade gab, ist ein Ausdruck davon, dass die Förderung der naturwissenschaftlich begabten Schüler wirklich gelingt." Die zahlreiche Teilnahme von Mädchen am Wettbewerb sei übrigens gar nicht so erstaunlich, wie es auf den ersten Blick wirke. "Längst sind Mädchen genau so präsent im schulischen Naturwissenschaftunterricht wie die Jungen!", meinte er. Tatsächlich wollen von den acht Schülerinnen sieben höchstwahrscheinlich ein naturwissenschaftliches Fach studieren. Insgesamt plant das Ernestinum für die Zukunft spezielle Projekte mit besonderen Herausforderungen für junge Naturwissenschaftsbegeisterte, so Michael Pavel, der in seiner Funktion als stellvertretender Schulleiter die Teilnahmeurkunden überreichte. Zugleich betonte er, dass auch die Sprachenförderung einen hohen Stellwert ander Schule besäße, wo seit zehn Jahren bilinguale Klassen existieren.



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