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Zirkelverkehr oder Wendehammer

CDU willÖffnung der Niedernstraße für Autoverkehr

Stadthagen (ssr). Die CDU Fraktion im Stadthäger Rat fordert die "Teilöffnung" der Niedernstraße für den Autoverkehr. Entsprechende Informationen hat Fraktionschef Gunter Feuerbach gestern auf Anfrage bestätigt. Die Öffnung sei ein nötiges Mittel, um eine "weitere Abkop pelung" der nördlichen Altstadt von den "1a-Einkaufs lagen" am Markt und südlich davon zu verhindern.

Wie genau eine "Teilöffnung" aussehen könnte, das will die CDU von der Verwaltung geprüft sehen. Ein entsprechender Antrag ist in Vorbereitung. Feuerbach zeichnete die Grundlinien für zwei Varianten: Variante 1: Der Autoverkehr wird um das Feinkosthaus Tietz herum an der Martinikirche vorbei und durch die Schulstraße geleitet (entweder als Einbahnstraßen Zirkel oder gegenläufig). Variante 2: Im Eckbereich zwischen Altem Rathaus und Tietz wird ein Wendehammer oder Mini-Kreisel eingerichtet, der die Autos durch die Niedernstraße wieder herausführt (damit gegenäufiger Verkehr). In beiden Fällen würden in dem Teil der Niedernstraße, der jetzt reine Fußgängerzone ist, rechts und links schräge Parkbuchten eingerichtet. Laut Feuerbach sollte der Verkehr im Schritttempo, also mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von sieben Stundenkilometern, durchgeleitet werden. Der CDU-Politiker bekräftigte aber: "Bei den Details sind wir nicht festgelegt." Zur Begründung sagte Feuerbach, stadtplanerisch sei "eine weitere Aufwertung der Achse südliche Altstadt" in Sicht. Angefangen über einen möglichen Kreisel vor Hagemeyer und eine Art Fußgängerzone in der Marktstraße über Ansiedelungspläne südlich der Marktpassage bis hin zu den Vorhaben mit der "Zehntscheune" werde das eine zusätzliche Stärkung dieser Areale bedeuten. "Wenn wir die Diskrepanz zur nördlichen Altstadt nicht immer weiter vorantreiben wollen und diese irgendwann ganz abgehängt ist, dann brauchen wir eine ganz neue Strategie", so Feuerbach. Für den Einzelhandel in der gesamten Niedernstraße wäre es aus Sicht der Union ein großer Vorteil, wenn Kunden vor den Geschäften parken könnten. Dies gelte keineswegs nur, aber insbesondere bei schwereren Waren. "Wir sind überzeugt, dass man dort unter solchen Bedingungen viel besser ansiedelungswillige Investoren finden würde", so Feuerbach. Die neue Strategie umfasse nicht nur dieÖffnung für den Autoverkehr, fuhr der CDU Sprecher fort. Nötig sei auch eine "Umkehr bei der Parkplatzbewirtschaftung". Feuerbach weiter: "Parken muss in der Niedernstraße grundsätzlich kostenlos sein." Per Parkscheiben-Regelung sollte es eine Zeitbegrenzung geben. Schließlich fordert die Stadthäger CDU eine "Lockerung der Denkmal schutzauflagern", etwa um zeitgemäßere Zuschnitte von Geschäftsflächen zu ermöglichen. "Auf keinen Fall darf man Entwicklungspotentiale durch das Festhalten an einer alten Treppe wie beim ,Rott-Haus' verhin dern", sagte Feuerbach weiter.



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