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Gärling: Dringend neue Mitglieder gewinnen, um Abwärtstrend des Gemeindeverbandes zu stoppen

CDU: Unter Priemer bewegt sich was im Auetal

Auetal (rnk). Zwar könne bei nur einer Abmeldung nicht gleich von einer Austrittswelle gesprochen werden, aber dennoch habe die CDU Auetal Mitglieder verloren, deren Abgang nicht kompensiert werden konnte, erklärte Friedrich Gärling in seinem Rechenschaftsbericht. Damit, so der Gemeindeverbandsvorsitzende, habe mandie gleichen Probleme wie die politischen Mitbewerber.

Todesfälle, Wegzug aus dem Auetal und die Bestandsbereinigung um Nichtbeitragszahler haben die Zahl der Mitglieder um sechs auf 40 verringert. Daher habe man auch nur sieben Kandidaten bei der Kommunalwahl aufstellen können. Umso erfreulicher sei es, dass die CDU trotz eines Stimmenverlustes von 3,5 Prozentpunkten wieder fünf Sitze im Rat errungen hat. Zudem habe die CDU in zwei Orten das Vorschlagsrecht für den Ortsvorsteher gewonnen: in Westerwald und Wiersen, wo die Partei paradoxerweise nicht mit einem eigenen Kandidaten antreten konnte. Die Mitbewerber allerdings auch nicht, fügte Gärling erklärend hinzu. Neben diesen beiden Orten habe man noch in Hattendorf und Escher überzeugende Wahlergebnisse erzielt, während die CDU in Bernsen, Raden und Rolfshagen nicht einmal 20 Prozent erzielt habe. Es sei daher unbedingt erforderlich, dass die CDU künftig in den Ortschaften, in denen sie schlechte Ergebnisse erzielt hat, personell stärker vertreten sei. Gärling: "Wir müssen neue Mitglieder gewinnen, um dem Abwärtstrend entschieden entgegenzutreten. Dieses Problem ist nicht neu, der Handlungsbedarf wird aber immer akuter." Zufrieden ist Gärling mit dem neuen Bürgermeister: Nach fast einem Jahr könne man sagen, dass der Start des neuen Bürgermeisters als geglückt bezeichnet werden kann: "Man gewinnt das Gefühl, das sich in unserer Gemeinde etwas bewegt. Dass das Haushaltsdefizit in diesem Jahr deutlich kleiner ausgefallen ist als in den Vorjahren, sei neben den überregionalen Faktoren auch darauf zurückzuführen, dass die Personalkosten in der Verwaltung und im Bauhof gesenkt wurden. Positiv in Priemers Bilanz sei vor allem, dass sich Vermarktungserfolge in der "Alten Molkerei" abzeichnen. Der Bürgermeister habe nach seiner Wahl Abstand vom Umzug der Verwaltung genommen, die dafür vorgesehenen Flächen würden jetzt für ein Ärztezentrum genutzt werden können, für die ehemals als Eis-Café vorgesehen Räume interessiere sich "Weight Watchers". Da die CDU sich stets für eine Vermietung der "Alten Molkerei" ausgesprochen habe, um Einnahmen zu erhalten, freue es die Partei, dass der neue Bürgermeister dies ebenso sieht und sich gegen Bedenken der SPD-Fraktion durchgesetzt hat. Mit der Verhinderung des Umzuges habe die CDU eines ihrer Wahlziele erreicht. Die weiteren Ziele wie Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit, Ganztagsangebot an der Grundschule, weitere Krippenplätze, Vermarktung des Gewerbegebiets, Verhinderung der Straßenausbaubeitragssatzung würden die Schwerpunkte der kommenden Monate bilden - neben der Mitgliederwerbung natürlich.

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