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26 Kandidaten gelistet – angepeilte Frauenquote nicht erfüllt

CDU eröffnet Wahlkampf

HESSISCH OLDENDORF. Am 11. September finden in Niedersachsen Kommunalwahlen statt. Damit die Wahlbeteiligung dementsprechend hoch ausfällt, wird fleißig Wahlkampf betrieben. Auch die Christdemokraten sind mitten in der Vorbereitung. Ihre Kandidatensuche für den Bereich Hessisch Oldendorf ist abgeschlossen.

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Autor:

Stefan Bohrer

Insgesamt 26 Kandidaten werden gelistet. „Damit sind die Weichen für den politischen Wechsel in Hessisch Oldendorf gestellt“, gibt sich Thomas Figge, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, siegessicher. „Nur die von uns angepeilte 20-prozentige Frauenquote können wir nicht erfüllen“, bedauert er. Berufliche wie familiäre Gründe hätten dazu geführt, dass lediglich vier Frauen auf der Kandidatenliste für den Stadtrat stehen. Was dagegen erstaunt, ist die Altersstruktur. Merle-Pebbles Paulig und Michael Kipp haben das 20. Lebensjahr gerade einmal überschritten, Peter Ziegler ist mit 72 Jahren der Senior auf der Kandidatenliste. „Aber kein Problem für uns“, sagt Figge. Ganz im Gegenteil – gerade die Altersspanne mache den Reiz der politischen Zusammenarbeit aus, ergänzt er.

Zehn gute Gründe hätten die Christdemokraten für die bevorstehende Kommunalwahl erarbeitet. „Zehn gute Gründe, uns zu wählen“, sagt Fraktionsvorsitzender Karlheinz Gottschalk. Die Wirtschaftspolitik mache einen der wesentlichen Faktoren aus, so Figge. „Wir setzen uns für eine vernünftige Wirtschaftsförderung ein. Das augenblickliche Herumdoktern ist nichts für die CDU“, sagt er mit Blick auf andere Parteien. Im Fokus hat die Fraktion die zahlreichen Leerstände in der Langen Straße. „Ein unhaltbarer Zustand, der schnellstens beseitigt werden muss, damit die heimische Wirtschaft wieder floriert“, fordert der Stadtverbandvorsitzende.

Wünschenswert wäre für die CDU-Fraktion ein direkter Ansprechpartner in der Verwaltung, der eng mit den Politikern zusammenarbeiten sollte, um Lösungsvorschläge gegen das leidige Thema „Leerstände“ gemeinsam zu erarbeiten und potentielle Geschäftsgründer langfristig zu unterstützen. „Das würde die Stadt nachhaltig aufwerten und attraktiver machen“, heißt es aus den christdemokratischen Reihen.

Aber auch die Dörfer wollen sie dabei nicht vernachlässigen. Tatsächlich müsse für diejenigen, die nicht mehr mobil sind, eine optimale Grundversorgung in den einzelnen Dörfern gewährleistet sein. Auch hierbei sollten Politik und Verwaltung an einem Strang ziehen, so der Stadtverbandvorsitzende.

Ebenfalls auf ihrer Wahlkampf-Agenda: Förderung von Tourismus und Kultur. Einen wesentlichen Aspekt für den Tourismus im Kreis sieht Figge unter anderem in der Schillathöhle, die in den letzten Jahren mit stagnierenden Besucherzahlen zu kämpfen hätte. Er fordert ein neues Konzept, um wieder vermehrt Gäste anzulocken. „Hauptaugenmerk sollte dabei auch auf einem guten und vor allem ausgewogenen gastronomischen Angebot liegen. Eventuell ist darüber nachzudenken, zusätzlich den Bereich vor dem Höhleneingang für Events aller Art zu nutzen.“ Vorschläge nimmt die CDU-Fraktion gern entgegen.

Priorität über den Wahlkampf hinaus hat für die CDU auch das Thema „Sicherheit“. Die Zahl der Einbrüche und Sachbeschädigungen habe in den letzten Jahren deutlich zugenommen. „Wir wollen Hessisch Oldendorf wieder sicherer machen“, tönt es aus den christdemokratischen Reihen markant. Gefordert wird eine deutliche Polizeipräsenz – vor allem in den Abend- und Nachtstunden. „Das schreckt ab“, sagt Thomas Figge.

Bleibt abschließend die Frage, was passiert, wenn es am Wahltag für die absolute Mehrheit nicht reicht, um aus der Opposition in die kommunalpolitische Regierungsverantwortung zu gelangen? Koalitionsverhandlungen schließen die Christdemokraten generell nicht aus. „Außer mit der AfD“, erklärt der Stadtverband einmütig.



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