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CDU begrüßt Ansiedlung neuer Märkte

Bad Münder. Die CDU-Ratsgruppe lehnt die Ansiedlung der Märkte Edeka und Aldi neben der KGS Bad Münder ab – aber eben auch nur dort. „Grundsätzlich“ fordern die Christdemokraten um den Vorsitzenden Hans-Ulrich Siegmund in ihrem Antrag jedoch zu prüfen, ob sich nicht eine andere Fläche für das Einzelhandelszentrum eignet.

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„Wir wollten vor der nächsten Sitzung des Planungsausschusses kommende Woche klar Stellung beziehen“, erklärt Siegmund den Vorstoß der CDU-Ratsgruppe. Am Montagabend hat Projektentwickler Wilfried Leder der CDU-Fraktion sein Vorhaben noch einmal erläutert.

Wie berichtet, möchte Baco Invest auf einem Areal zwischen B 442 und Bahnhofstraße ein Einkaufszentrum bestehend aus E-Center und Aldi-Markt errichten. Kritische Stimmen aus der Politik äußerten bereits ihre Sorge, ein zusätzlicher Einzelhandelsstandort könne die Existenz des Rohmelcenters gefährden.

Für Siegmund ist es allerdings nicht dieses Argument, das gegen den Standort spricht. Grund für die Ablehnung ist „die nicht optimale Verkehrsanbindung über die Bahnhofstraße und die damit zu erwartende Mehrbelastung der Anlieger durch Straßenverkehr“. Außerdem sei die betroffene Fläche schon seit Jahrzehnten für eine mögliche Schulerweiterung vorgesehen. Um die Ansiedlung zu fördern, sollen städtische Grundstücke auf ihre Eignung geprüft werden. Im Auge hat die CDU dabei insbesondere die Flächen an der Friedhofskreuzung im Dreieck zwischen B 442 und L 421.

Das Ziel dahinter ist klar: „Wir wollen durch Grundstücksverkäufe und Gewerbesteuereinnahmen zusätzliche Einnahmen für die Stadt generieren.“ Statt eines befürchteten Verdrängungswettbewerbes erhofft sich Siegmund sogar eine Steigerung der Kaufkraft: „Alle, die heute nach Springe zum Einkaufen fahren, würden wir hierbehalten.“ Zusätzlich liege das Gelände an der Friedhofskreuzung günstig für Pendler, die noch schnell auf dem Nachhauseweg einkaufen wollen.

Auch für den Einzelhandel in der Kernstadt stelle Edeka keine Konkurrenz dar, da das Warenangebot sich nicht gleiche. Natürlich müsse man die erforderlichen Gutachten abwarten, aber „wir wollen das Verfahren in Gang bringen“. Die Stadt dürfe sich nicht länger an Vorstellungen der Vergangenheit festhalten, „welche nicht mehr dem wirtschaftlichen Zeitgeist und Konsumverhalten der Kunden entsprechen.“

Durch die zu erwartenden Mehreinnahmen möchte die CDU diverse anstehende städtische Projekte finanzieren. Auf Steuererhöhungen oder andere Abgaben – im vergangenen Jahr war etwa die Idee einer Fremdenverkehrsabgabe aufgekommen – könnte dann verzichtet werden.

Projektentwickler Leder habe man diese Idee am Montag selbstverständlich erläutert, „und er hat sich nicht ablehnend gezeigt“, so Siegmund..col



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