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Chancen des Schaumburgers stehen nicht schlecht / "Fühle mich durch und durch als Europäer"

Burkhard Balz will ins Europa-Parlament

Landkreis (jl/kw). Der frühere Schaumburger CDU- Chef Burkhard Balz (38) steht vor einer Kandidatur für das Europa-Parlament. Balz soll nach der Wahl im kommenden Jahr die Nachfolge des langjährigen Parlamentariers Karsten Hoppenstedt antreten. Entschieden wird über die Kandidatur im Herbst.

"Die Aufgabe reizt mich, weil ich mich durch und durch als Europäer fühle", brachte Balz gestern seine Haltung auf den Punkt. Nach seinen Schilderungen hat die politische Arbeit auf europäischer Ebene für ihn den vollen Reiz entwickelt, als er 2001 und 2002 für seinen Arbeitgeber Commerzbank in einer Stabsstelle in deren Brüsseler Verbindungsbüro gearbeitet habe. Dadurch habe er viele Facetten der EU kennengelernt. Hinzu kommt eine rund 20-jährige enge politische Beziehung zum Mandatsinhaber Hoppenstedt. Gleichwohl fühlt der Stadthäger Balz sich nicht als Erbe des Burgwedelers. Die Diskussion sei im Bezirksverband angestoßen worden und nicht durch Hoppenstedt. Für den amtierenden Schaumburger CDU-Vorsitzenden Klaus-Dieter Drewes und das heimische Bezirksvorstandsmitglied Joachim Runkel steht außer Frage, dass Burkhard Balz der richtige Mann für Straßburg ist. Dafür sprächen dessen Erfahrungen im Beruf und Balz' langjährige politische Tätigkeit, meinten beide gleichlautend. Drewes betonte, dass Balz kein "No- Name-Mann" sei, wobei Name und regionale Herkunft in dieser Frage keine Rolle spielten, sondern allein die Qualifikation des möglichen Bewerbers. Der Einfluss der Schaumburger Christdemokraten bei der Nominierung der Europa-Kandidaten ist laut Drewes begrenzt. Nach seinen Worten wird es rechtzeitig eine Empfehlung der Kreis-CDU geben. Die Entscheidung falle letztlich auf Bezirksebene, wo Schaumburg von Runkel und Balz als Delegierten vertreten sei. Mitte September sollen die Würfel fallen. Balz ist Prokurist bei der Commerzbank, hat für sein Unternehmen auch in Brüssel gewirkt und gilt als gut vorbereitet für die finanzpolitischen Entwicklungen in Europa. Er zählt auch zum Kreis derer, die das Vertrauen der neuen Bezirksvorsitzenden Maria Flachsbarth genießen. Bei der Europawahl 2004 hatte die CDU sogar fünf Abgeordnete aus Niedersachsen stellen können. Parteiintern geht man jetzt davon aus, dass die ersten drei Listenplätze sicher sind. Im CDU-Bezirk Hannover hofft man, Balz auf Platz drei durchsetzen zu können. Es gibt ein wichtiges Argument: Alle anderen CDU- Europakandidaten sind bisherige Abgeordnete, und sie werden allesamt spätestens 2014 ausscheiden. Balz wäre der einzige Jüngere in diesem Kreis - und damit auch der Einzige, der die Gewähr bietet, im Fall der Wahl das Amt länger als nur noch eine Wahlperiode auszuüben.




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