×
Die Eisheiligen abwarten / Blumen nach Standort wählen

Buntes für Balkonien

Endlich Balkon und Terrasse bepflanzen, welcher Blumenfreund wünscht sich das nicht nach dem so lang erscheinenden Winter. Trotzdem sollte man noch einige Tage warten, denn gerade sind die Eisheiligen am Werk. Auch wenn es vielleicht keinen Bodenfrost mehr gibt, gilt: Sicher ist sicher. „Sophie man die Kalte nennt, weil sie gern kalt‘ Wetter bringt“, heißt es schon in den Bauernregeln, und so sollte man mit dem Bepflanzen der Balkone bis nach dem 15. Mai warten. Das Angebot in Baumärkten und Gartencentern lockt bereits seit Wochen. Wer sicher sein will, kann ja schon eine Auswahl treffen, kleinere Kästen und Kübel sollten dann allerdings nachts im Haus Schutz finden. Und die kleinen Balkonpflanzen überstehen eine Woche in ihren Töpfchen in den Paletten im Haus.

Autor:

von Bärbel Lucas

Sind die Eisheiligen endlich vorbei, geht es los:

Pflanzgefäße auswählen. Das Angebot ist groß. Blumenkästen sollten am besten aus Kunststoff sein, sie sind nicht nur preiswerter, sondern auch deutlich leichter, isolieren besser und nehmen nicht so schnell Hitze an. Es gibt inzwischen hübsche Terracotta-Nachbildungen.

Gebrauchte Pflanzgefäße gründlich reinigen: Benutzte Gefäße sollten zunächst gründlich gereinigt werden. Abbürsten, dann mit Seifenlauge abwaschen und mit Essigwasser auswaschen, Damit haben Krankheitskeime keine Chance mehr. Mit viel klarem Wasser nachspülen.

An die Löcher denken: Gefäße aus Ton haben in der Regel schon Löcher im Boden, während Kunststoffkästen meist vorgestanzte Löcher besitzen, die man noch herausbrechen muss. Um Staunässe zu vermeiden, kann man eine Schicht Kies einfüllen, außerdem Tonscherben auf die Löcher legen.

Blumenerde: Die meisten Pflanzen möchten gern torfhaltige Blumenerde haben. Die kann man kaufen, aber auch aus Torf und Gartenerde selbst zusammenmischen. Zur Auflockerung Sand dazwischen mischen und zum Düngen Hornspäne dazugeben. Nie alte Blumenerde verwenden.

Welche Pflanzen wohin? Bei der Auswahl der Blumenpracht sollte der Standort berücksichtigt werden. Sonnen- oder Schattenseite? Ist es ein windgeschützter oder eher windiger Platz? Dann sollte man beispielsweise keine hängenden Blumen wählen, weil die empfindlichen Triebe besonders leicht abbrechen würden.

Sonne, Schatten, Halbschatten? Feuchtigkeitsliebende Pflanzen sind an schattigen Plätzchen besonders geeignet, beispielsweise Fuchsie, Fleißiges Lieschen, Efeu und Hortensien. Den Halbschatten mögen unter anderem Männertreu, Dahlie und Engelstrompete. Geranie, Petunie, Million Bells, Wandelröschen oder Verbenen sind dagegen Sonnenliebhaber.

Nun wird gepflanzt: Nachdem der Blumenkasten oder das Gefäß zu etwa zwei Dritteln mit Erde gefüllt ist, werden die Pflanzen eingesetzt. Ohne Plastiktöpfchen und vor allem nicht zu eng, damit sich die Blumen richtig entfalten können. Meist vertut man sich, wenn die Blümchen noch so kein sind. Die Lücken zwischen den Pflanzen mit Erde auffüllen und die Pflanzen gut andrücken. Einen Gießrand freilassen. Nach dem Pflanzen auf jeden Fall angießen.

Weitere Pflege: Die Blumen regelmäßig gießen, am besten morgens, nie in der Mittagshitze. Bei Sonnenschein könnten Verbrennungen die Folge sein. Abgestandenes, nicht zu kaltes Wasser benutzen. Gedüngt werden muss bei frischer Blumenerde erst nach etwa sechs Wochen. Dazu eignen sich Flüssigdünger ebenso wie Düngestäbchen. Wer sich die Mühe macht, Verblühtes abzuknipsen, fördert das Nachblühen und wird lange Freude an seinen Pflanzen haben.




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt