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Am Samstag Tag der offenen Tür

Bulli-Museum zieht in die alte Zuckerfabrik

Hessisch Oldendorf (boh). Um eine touristische Attraktion reicher wird in absehbarer Zeit die Stadt Hessisch Oldendorf. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort für das Bulli-Museum der Interessengemeinschaft T2 Freunde des VW-Busses 1967-1979 ist nun der entscheidende Durchbruch gelungen. In Hessisch Oldendorf wird das Bulli-Museum sein neues Zuhause in der 1875 erbauten und bereits 1963 stillgelegten Zuckerfabrik in der Lokenstraße finden.

„Das alte Gemäuer bietet die perfekte Kulisse für die Volkswagen Transporter der Generationen T1-T5, die seit 1956 in Hannover produziert werden“, sagt Frank Wehrhahn von der Stadtverwaltung. Damit wird die Interessengemeinschaft in Partnerschaft mit der Stadt Hessisch Oldendorf und dem VW-Werk Hannover die Ruine wieder kulturell und wirtschaftlich beleben. Der Gebäudekomplex habe die richtige Größe, und Hessisch Oldendorf sei durch die Autobahnanbindung äußerst verkehrsgünstig gelegen. Zusätzlich befindet sich in unmittelbarer Nähe eine der bedeutendsten privaten VW-Sammlungen von Traugott und Christian Grundmann. Um das Vorhaben in die Tat umzusetzen, hat die Stadtverwaltung alle Hebel in Bewegung gesetzt: Die Nutzfläche wurde wochenlang gereinigt, die Innenwände erhielten einen neuen Anstrich, eine ausgeklügelte Lichtinstallation wird in dieser Woche eingebaut. Rund 1000 Quadratmeter sollen künftig als Ausstellungsfläche auf mehreren Etagen genutzt werden. Ebenfalls sollen in das Museumskonzept die Freiflächen vor dem Gebäude einbezogen werden.

Hoffnung auf

viele Besucher

Mit Hessisch Oldendorf als Dauerstandort hebe sich zudem die Leistung der Region um den VW-Standort Hannover positiv hervor, erklärt der Vorstand der IG T2. In dem geplanten Bulli-Museum werden somit erstmals in einer umfangreichen Sammlung die vorhandenen Exemplare des Transporters als Zeitzeugnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Darüber hinaus gibt es vermutlich zahlreiche Menschen, die solch einen Oldtimer besitzen und möglicherweise präsentieren wollen, was bisher in Scheunen und an sonstigen Stellen schlummert“, ist sich der Vorstand sicher. Gelobt wird von der IG T2 die bisherige rückhaltlose Unterstützung des Vorhabens durch die Stadtverwaltung. „Wenn das Museum im kommenden Jahr seine Pforten öffnen wird, ist mit großem Besucheransturm zu rechnen, da Oldtimer seit jeher Interessenten magisch anziehen“, betont Bürgermeister Harald Krüger.

Die Interessengemeinschaft, die das Museum betreiben würde, kann über zu wenig helfende Hände nicht klagen. Mit 600 eingetragenen Mitgliedern steht die IG T2 auf solidem Posten. Alle Oldtimerfans und Interessierten sind zu einem ersten Blick hinter die Kulissen am kommenden Samstag zwischen 10 und 16 Uhr nach Hessisch Oldendorf in die Lokenstraße eingeladen. Präsentiert wird von der Interessengemeinschaft das Konzept des Bulli-Museums, das auch auf die Gastronomie ausgerichtet sein wird. Erstmals nach neun Jahren wird aber auch ein Teil der umfangreichen Fahrzeugsammlung, die bereits beim diesjährigen Käfertreffen für Furore sorgte, zu sehen sein. Bis zur regulären Öffnung im kommenden Jahr ist aber noch einiges zu tun.

2 Bilder

Perfekte Kulisse für ein Museum: Die alten Gemäuer der Zuckerfabrik.

(li.) Schlüsselübergabe an die Interessengemeinschaft durch Bürgermeister Harald Krüger.

(re.) Ein alter Feuerwehr-Transporter steht bald im Museum.

Fotos: boh




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