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Bürgermeister hält neues Stadtmarketingkonzept für nicht realisierbar / WV-Chefin Witte bleibt im Amt

Büttner erteilt Reformplänen eine Absage

Bad Münder (hzs). „Ich wünsche mir eine Organisationsstraffung, denn die Wirtschaftsvereinigung muss stärker werden“, machte Hartmut Büttner an die Adresse der Mitglieder gerichtet deutlich. Schließlich, so der Bürgermeister, sei die Vereinigung „ein wesentlicher Faktor“ in Bad Münder und außerdem eine der drei Säulen des Stadtmarketings.

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Eben dessen Reform aber ist offenbar erst einmal ad acta gelegt. Die von einer Planungsgruppe um Initiator Hermann Wessling entwickelten Ideen für einen Neustart könnten infolge fehlender Mittel nicht realisiert werden, beschied Büttner in der Mitgliederversammlung der Wirtschaftsvereinigung. „Alternative Ansätze lassen sich im Augenblick nicht realisieren.“

Am 16. Juli tagt das nächste Mal der nächste Runde Tisch „Stadtmarketing“. Büttner hofft nach eigenen Worten, „dass der Blick in die Zukunft dann etwas klarer wird“.

Infolge schrumpfender Finanzen werde auch die GeTour trotz ungeschmälerter Bedeutung im System Stadtmarketing ihre Rolle bei Moderation und Organisation der Runden Tische reduzieren müssen, stellte deren Vertreter Thomas Slappa fest.

„Petra Witte ist die personifizierte Wirtschaftsvereinigung“, lobte Büttner die einstimmig wiedergewählte Vorsitzende nahezu überschwänglich. Diese wiederum richtete durchaus kritische Worte an die eigenen Mitglieder und mahnte eine stärkere Beteiligung bei der geplanten Neuauflage der Wirtschaftsschau an. „Wir wollen in 2013 den Versuch noch einmal wagen“, kündigte Witte an, nachdem man beim letzten Mal aufgrund „schleppender Anmeldungen“ die Notbremse habe ziehen müssen (die Neue Deister-Zeitung berichtete).

Für die zu diesem Zweck bei der Stadt erbetene Nutzung innerstädtischer Flächen avisierte Büttner „im Grundsatz“ grünes Licht. Es sei gut vorstellbar, eine solche Schau in der City zu veranstalten, zumal wenn dazu auch Entdeckertag und Bauernmarkt zusammengefasst würden.

Eine Beteiligung an der diesjährigen Wirtschaftsschau in Springe, wie sie vom Verwaltungsausschuss unlängst eingefordert worden war, lässt sich nach Büttners Auffassung dagegen kaum realisieren. Bemühungen, die Weserbergland AG ins Boot zu holen, sieht er eher skeptisch. „Eine Zusage liegt nicht vor, und es gibt auch keinerlei ermutigende Signale.“

Wittes Bilanz für die Aktionen der Wirtschaftsvereinigung im vergangenen Jahr fiel dagegen rundum positiv aus. Zwar sei die Zahl der Aktiven sehr überschaubar, doch habe man mit Frühjahrsempfang, Kursaisoneröffnung, Herbst-, Bauern- und Weihnachtsmarkt, zwei „Moonlight-Shopping“-Angeboten und der Pflanzaktion deutliche Akzente setzen können. Wittes Fazit: „Das ist alles mehr als gut gelaufen.“

Hinsichtlich einer Organisationsstraffung will man sich bei den Großen der Branche Rat holen. Die Einzelhändler der Innenstadt müssten sich so aufstellen, dass ihr Angebot interessant ist. „Die örtliche Industrie wird uns deshalb ihre Marketingleiter zur Beratung zur Verfügung stellen. Wir brauchen ein neues Konstrukt für die Innenstadt“, glaubt Witte.



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