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Bürgerhaus: Privatfeiern sind tabu

Lauenau (bab). Die Benutzung des Bürgerhauses in Lauenau soll eingeschränkt werden. Der Flecken will das Gebäude nur den Vereinen, dem Rat und "Persönlichkeiten" zur Verfügung stellen. Dazu soll die Nutzungsordnung geändert werden. Karl-Heinz Bruns (CDU) kritisierte, dass bereits vor der Gültigkeit der Nutzungsänderung Bürger, die dort feiern wollten, abgewiesen worden seien.

"Wir wollen die private Nutzung einschränken", erklärte der stellvertretende Gemeindedirektor Jörg Döpke bei der Ratssitzung. Wie Verwaltungschef Uwe Heilmann begründete, sei es bei privaten Feiern "zu Exzessen gekommen" und die Abwicklung sei nicht immer "sauber gelaufen". Die Vergabe dürfe "keine willkürliche Entscheidung sein", meinte Bruns, "bisher haben wir noch keine Nutzungsänderung." Der Ratsherr kritisierte, dass ein Lauenauer, der dort seinen 40. Geburtstag feiern wolle, von der Verwaltung abgewiesen worden sei, obwohl die alte Ordnung noch gelte. "Der hat zu diesem Haus Einiges beigetragen und es damals sogar mit errichtet", argumentierte Bruns für den Antragsteller. CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Strecker verlangte, dass diese Angelegenheit dem Verwaltungsausschuss vorgelegt wird. Für alltägliche Privatveranstaltungen wird das Gebäude nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Rat sprach sich für die Nutzungsänderung aus. Die Verwaltung schränkte allerdings ein, dass "Persönlichkeiten" dort feiern dürften. Wer zu dem Kreis gehört, dem das Bürgerhaus weiterhin offen steht, wurde nicht näher erklärt.

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