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Der Handel- und Gewerbeverein Lindhorst will die Ratsentscheidung zum geplanten Marktplatzumbau kippen

Bürgerbegehren als letzte Chance

Lindhorst (par). Der Handel- und Gewerbeverein (HGV) Lindhorst will die Ratsentscheidung zum Umbau des Marktplatzes nicht kampflos hinnehmen. Während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung haben sich die Mitglieder einstimmig für ein Bürgerbegehren ausgesprochen, um die geplante Neugestaltungsmaßnahme auf den letzten Metern zu verhindern.

Kritik am Wegfall von 20 Parkplätzen

Besonders stören sich alle Beteiligten am Wegfall von 20 Parkplätzen im Bereich des Lindhorster Marktes. Die SPD bevorzugt einen Umbau in Form einer italienischen Piazza als attraktiven Ortsmittelpunkt, dem die Stellflächen zum Opfer fallen würden. „Wir sind offen für Modernisierungsmaßnahmen, doch der HGV wurde in keinster Weise in die Planungen involviert“, bemängelte der Vereinsvorsitzende André Treichel. Der Kompromissvorschlag des HGV, zumindest eine Parkplatzreihe Richtung Bahnhofstraße zu erhalten, wurde von der Lindhorster SPD abgelehnt. „Ohne meinen Argumenten Gehör zu schenken, wurde ich abgewiesen“, sagte Treichel. Mit dem eingereichten Vorschlag, der nach HGV-Angaben deutlich kostengünstiger sei, könnten zwölf Parkplätze erhalten werden.

Auch Reinhard Falke steht dem Umbau mehr als kritisch gegenüber. „Das Vorhaben wurde radikal durchgeboxt, ohne die Kosten im Auge zu behalten“, erklärte er. Eine Viertelmillion Euro würden die Arbeiten kosten – Geld, das eine Gemeinde wie Lindhorst nicht eben mal übrig habe. Zwar würde ein „Leader“-Zuschuss in Höhe von 67 000 Euro hinzukommen, aufgrund der aktuellen Finanzlage seien die Restkosten aber alles andere als ein „Pappenstiel“.

Rückgang der Gewerbesteuer?

Manfred Richter gab zu bedenken, dass die Gemeinde irgendwann neue Ausgleichsparkplätze schaffen müsste, was ebenfalls Kosten verursachen würde. Zudem rechnet er mit einem Rückgang der Gewerbesteuer, wenn es keine Stellplätze für auswärtige Kunden am Marktplatz gebe. „Bald haben wir hier griechische Verhältnisse“, kam ein Ruf aus dem Publikum, über den keiner wirklich schmunzeln wollte.

Der Handel- und Gewerbeverein Lindhorst diskutiert darüber, ein Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen.

Foto: par




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