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Erster Schritt Gründung einer Interessengemeinschaft / Einziehung erst 2011

Bürger wollen gegen Schließung der Kreisstraße 80 vor Gericht klagen

Krankenhagen (rd). Wie schon mehrfach berichtet, plante der Landkreis Schaumburg die Einziehung der Kreisstraße 80 zwischen den Ortschaften Möllenbeck und Krankenhagen/Silixen zum Januar dieses Jahres. Der Ortsrat Krankenhagen/Volksen und die Gemeinde Extertal haben wiederholt gegen die Einziehung der Straße protestiert - vor allem zu einem so frühen Zeitpunkt.

Diese Proteste Jahr haben zumindest bewirkt, dass die Einziehung der Straße auf Ende des Jahres 2011 verschoben worden ist. Ortsbürgermeister Gerhard Werner sowie die Extertaler Ratsmitglieder Manfred Stoller und Ralf Wilde sehen das nur als Teilerfolg, denn das Verfahren zur Einziehung soll schon in diesem Frühjahr beginnen. Deshalb hatten sie alle direkt von der Schließung betroffenen sowie an diesem Thema interessierten Einwohner aus Krankenhagen, Möllenbeck und Silixen zu einem Gesprächs- und Informationsabend in das Dorfgemeinschaftshaus Silixen eingeladen. 35 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt und machten ihre Argumente gegen die Schließung der Straße deutlich. Die Teilnehmer der Versammlung zeigten sich enttäuscht darüber, dass der Landkreis Schaumburg offensichtlich nur die Forderung der Forstverwaltung und des Ortsrates Möllenbeck umgesetzt hat. Die grundsätzlich Entscheidung zur Schließung stehe nicht nur im Widerspruch zu der Auffassung vieler Bürger dieser Ortschaften, sondern zeige auch, dass der Landkreis Schaumburg entgegen der Aussage des zuständigen Amtsleiters bei diesem Verfahren an einer einvernehmlichen Lösung gar nicht interessiert sei. Anscheinend seien die protestierenden Einwohner nur ein Störfaktor. Statt der mühsamen Suche nach einem Konsens habe der Landkreis sich für ein "Vorgehen nach Gutsherrenart" entschieden. Nahezu alle Veranstaltungsteilnehmer sprachen sich für eine Klage vor dem Verwaltungsgericht mit anwaltlicher Hilfe aus. Deshalb soll als erster Schritt eine Interessengemeinschaft aus Bürgern aus allen drei betroffenen Ortsteile gegründet werden. Entscheidend sei aber letztendlich, so Werner, Stoller und Wilde, wie der Landkreis Schaumburg in diesem Verfahren weiter agiere.




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