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Aktion gegen Rechtsextremismus: Bürger wollen Bahnhof besetzen

Bündnis: Nicht nur Resolution "aufwärmen"

Bad Nenndorf (tes). Beim Informationsabend des Bündnisses "Bad Nenndorf ist bunt" mit dem Historiker Karl Josef Kreter haben einige Neubürger die zögerliche Beteiligung der Bad Nenndorfer und ihrer politischen Vertreter an Aktionen gegen die alljährlichen "Trauermärsche" der Neonazis kritisiert. Aus dem Publikum kam der Vorschlag, 2009 "mit1000 Bürgern den Bahnhof zu besetzen, damit die Neonazis erst gar nicht aus der S-Bahn aussteigen können."

Von einer Bürgerbeteiligung in diesem Ausmaß ist die Kurstadt noch weit entfernt - trotz des Einsatzes des Bündnisses gegen Rechtsextremismus. Dabei könnten sich die Bad Nenndorfer ein Beispiel am Erfolg der Zivilcourage der Bürger in einer anderen Kleinstadt nehmen. "In Wunsiedel hat das geklappt - mit dem Bürgermeister vorneweg", sagte Steffen Holz, Regionssekretär beim DGB. Die 10 000-Einwohner-Stadt in Bayern war 1987 ebenfalls zum Mekka der rechtsextremen Szene geworden, weil Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß dort beerdigt ist. Seit 2005 ist Schluss damit. Ein schärferes Versammlungsrecht und der Widerstand der Bürger haben der Wallfahrt der Rechten ein Ende gesetzt. Die Initiative "Bad Nenndorf ist bunt" will weiter politischen Druck aufbauen, um die Genehmigung künftiger Aufmärsche auch in Bad Nenndorf zu verhindern. "Wir müssen den zuständigen Behörden klarmachen, dass diese Veranstaltung hier unerwünscht ist", erklärte Jürgen Uebel. "Dazu brauchen wir die einstimmige aktive Unterstützung des Rates. Nur eine alte Resolution aufzuwärmen, reicht nicht."




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