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...aber auch auf spröde Witterung / Organisator: Lassen uns innere Wärme bescheren / Zugaben trotz Kälte

"Bücketown"-Idee stößt auf große Zustimmung...

Bückeburg (bus). Die Auftaktveranstaltung von "Swinging Bücketown - eine Stadt swingt" ist ihrem Untertitel am Freitagabend nicht vollends gerecht geworden. Vor der auf dem Marktplatz errichteten Bühne hielten sich die Zahlen der besetzten und der verwaisten Plätze in etwa die Waage. "Toll, dass trotz des nicht mehr so angenehmen Wetters so viele Besucher gekommen sind", dankte Hauptorganisator Albert Brüggemann dennoch dem in überschaubarer Menge anwesenden Auditorium und sprach zugleich den Hinderungsgrund an, der die Premiere um eine gehörige Portion Schwu(i)ng brachte: Es herrschten im Vergleich zu den vorangegangen Tagen recht spröde Witterungsverhältnisse.

"Jetzt lassen wir uns halt von den Musikern innere Wärme bescheren; ich hoffe, dass ihr den Temperaturen trotzt", brachte Brüggemann in der Pause zwischen den Auftritten von "Dixie Gents" und "Original-Ernst-Johann-Jazzband" seine Zuversicht zum Ausdruck. Darüber hinaus vertrat er die Überzeugung, dass die vom Kulturausschuss des Stadtrats in Verbindung mit der Kaufmannszusammenschluss "Handel aktiv" und mit Unterstützung der Marktplatzwirte sowie unserer Zeitung realisierte Veranstaltung keine Eintagsfliege bleibt. "Das wird sich wiederholen lassen." Was nach Auffassung des harten Kerns der "Bücktetowner" Jazzfreunde durchaus wünschenswert sein dürfte. Gemessen jedenfalls an Beifall und Zugabeforderungen stieß die Swing-Idee auf große Zustimmung. Das "Gents"-Terzett (Frank Breddemann, Bass und Gesang; Arndt Urhahn, Banjo, Gitarre, Gesang; Wilhelm Gößling-Eckey, Klarinette, Saxophon) versetzte das Publikum mit Kompositionen von Sidney Bechet, Fats Waller, Joe King Oliver und Louis Armstrong zurück in die "Goldenen Zwanziger" und mit frisch-frivol aber sinnfrei ins Deutsche übersetzten Texten - "Rama schmeckt sogar beim Coitus" - in Verzückungsnähe. Die in doppelter Trio-Stärke agierenden "Ernst-Johanniter", unter Experten auch als "Barre-Band" bekannt, verlegte sich überwiegend auf Traditional-Klänge, peppigen Dixieland und urwüchsigen Oldtimejazz. Die nach dem Brauereigründer Ernst Johann benannte Truppe hat sich in den zurückliegenden zehn Jahren den Ruf einer der beliebtesten Jazzkapellen Ostwestfalens erspielt. Zu den Höhepunkten der Bandgeschichte zählen Auftritte im WDR, in der Essener Gruga-Halle und bei der "Grünen Woche" in Berlin. Nach "Bücketown" hatte sie außer einer ordentlichen Dosis Gute-Laune-Musik eigens eine eigene Fan-Gemeinschaftmitgebracht, die sich die gute Laune vom swingungsarmen Klima ebenso wenig vermiesen ließ wie die unverdrossenen Einheimischen.




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