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Grundstücksmarktbericht für den Landkreis Schaumburg: Weniger Kaufverträge, mehr Geldumsatz

Bückeburg ist das beliebteste Fleckchen Erde

Landkreis (crs). Bückeburg ist in Schaumburg das beliebteste Fleckchen Erde für den individuellen Wohnungsbau. Die Residenzstadt hat mit 43 verkauften Bauflächen und einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 80 Euro den bisherigen Spitzenreiter Bad Nenndorf (31 Verkäufe/75 Euro) klar hinter sich gelassen. Das ist eines der Ergebnisse des Grundstücksmarktberichts, den Dr. Claus Uhde, Michael Broermann und Christina Brandt im Katasteramt Rinteln für den Landkreis vorgestellt haben.

In den vergangenen Jahren hatte vor allem die Nähe zu Hannover Bauwillige angezogen: Flächen in Bad Nenndorf waren sehr beliebt, auch in Rodenberg und Lauenau. Mittlerweile beobachtet Broermann einen neuen Trend: "Auch aus Nordrhein-Westfalen drängen verstärkt Interessenten nach Schaumburg." Und da kommt vor allem in den Grundstücksmarkt der Stadt Bückeburg mit ihrem Ortsteil Evesen und dem innerstädtischen Falkingsviertel Bewegung. Insgesamt verzeichnet der Gutachterausschuss für Grundstückswerte, der den Marktbericht jährlich unter dem Dach der "Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften Hameln" (GLL) erarbeitet, einen "ganz erheblichen Rückgang" beim Verkauf Bauplätzen, stellt Broermann dar: Mit insgesamt 225 Bauplätzen wurden im Landkreis Schaumburg rund hundert weniger verkauft als im Vorjahr. Dieser Rückgang liegt den Experten zufolge insbesondere am Wegfall der Eigenheimzulage zum 1. Januar 2006 und am demographischen Wandel. Auf den ersten Blick ein Kuriosum: Obwohl die Anzahl der Kaufverträge insgesamt um 7,5 Prozent zurückgegangen ist und der Flächenumsatz sogar um 15,8 Prozent gesunken ist, verzeichnet der Gutachterausschuss einen auffallend höheren Geldumsatz: Für 256 Millionen Euro haben im Jahr 2007 Grundstücke den Eigentümer gewechselt, das sind 45,5 Prozent mehr als imVorjahr. "Allein sogenannte Großinvestoren haben vor allem Gewerbeobjekte mit einem Gesamtvolumen vonüber 75 Millionen Euro umgesetzt", erläutert Michael Broermann - was der Fall ist, wenn zum Beispiel Edeka Marktkauf übernimmt. Auch ein neues Angebot haben die drei Grundstücksmarkt-Experten vorgestellt: Mit dem Immobilien-Preiskalkulator auf der GLL-Internetseite (www.gag.niedersachsen.de, Button "Service") lässt sich in Minutenschnelle das Preisniveau für bestimmte Immobilientypen errechnen. Das Angebot ist allerdings kostenpflichtig: 19,90 Euro wird für die einmalige Auskunft verlangt. Doppelseite: Den Grundstücksmarkt im Detail beleuchtet eine Doppelseite unserer Zeitung am kommenden Freitag, 7. März.




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