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Goldener Glanz fürs Mausoleum: Renaissance Stadthagen zieht Erfolgsbilanz und lobt Bürgersinn

Buchstaben-Aktion: Alle 92 Lettern haben Paten

Stadthagen (jl). Nur noch Kommata und Doppelpunkte, die "Zeichen dazwischen" eben, könnte Bettina Burger als Geschäftsführerin von Renaissance Stadthagen anbieten, wenn jetzt jemand wegen einer Patenschaft für die Mausoleums-Inschrift nachfragt. Mit anderen Worten: Alle 92 Lettern haben Paten, und die Vergoldung ist gesichert. Gestern hat der Vorstand Buchstaben-Bilanz gezogenund mehrere Dankeschöns ausgesprochen.

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Am Anfang sei es nur eine Idee gewesen, haben die Vorständler Joachim Fellmann und Udo Jobst gestern rekapituliert. Die Originalinschrift am Mausoleum musste einst aus vergoldeten Bleilettern bestanden haben. Wie gesagt, eine Idee. Nicht unpikant: Als das Gold bei den Motoren der großen Sanierung des Mausoleums zum Thema wurde, "stand der Finanzrahmen für die Inschrift schon fest", erinnerte sich Bauexperte Fellmann. Die Sache wurde noch pikanter: Bei intensiven Recherchen stellte sich heraus, dass die Bleilettern ursprünglich tatsächlich vergoldet gewesen waren. Also musste der güldene Zustand wiederhergestellt werden. In dieser Situation entstand laut Burger die Idee mit den Paten. In der Startzeit stieg die Umsatzkurve laut Burger ziemlich steil, um dann etwas abzuflachen. Als dann die mögliche Patenzahl immer kleiner geworden sei, sei das Interesse wieder rasant angestiegen. Das war Ende April. Da hat sich bei Bettina Burger ein Interessent für den 93. Buchstaben gemeldet, den es natürlich nicht gibt -und Patenschaften für die erwähnten Satzzeichen möchte Renaissance Stadthagen nicht unbedingt anbieten, wie Fellmann und Jobst zu verstehen gaben. Schluss-Saldo: Mit den Einnahmen von 92 mal 250 Euro wird die Vergoldung des Schriftzugs aus der Ära des Fürsten Ernst "kostende- ckend", so die Geschäftsführerin. Voraussichtlich Ende Mai wird der Auftrag für die vergoldeten Bleilettern erteilt und spätestens Ende September, blickte Udo Jobst voraus, "müsste alles golden sein". Zwei Paten oder besser Patengruppen liegen dem Renaissance-Vorstand besonders am Herzen, wenn es um die Dankeschöns geht: Der Lions-Club Stadthagen, der gleich die Patenschaft für fünf Buchstaben übernommen hat, und sechs katholische Geistliche: Dechant Klaus Voß sowie die Pfarrer Adalbert Bonk, Stefan Bringer, Norbert Mauerhof, Michael Nettusch und Mattias Ziemens sind die Paten der Kombination "oe" -die für Ökumene stehen soll. Jobst freut besonders die "Identifikation mit Stadtha- gen", die nicht nur aktuell hier lebende, sondern auch ehemalige Bürger der Stadt gezeigt hätten. Das wird demnächst auch durch Patenschafts-Urkunden und eine Spendertafel am Mausoleum dick unterstrichen.



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