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Klares Signal des Rates an die Gemeinde Auetal / Politiker bevorzugen den Ausbau in Eigenleistung

Buchholz sagt Ja zum Ausbau des Freibad-Weges

Buchholz (tw). Die Diskussion währt lange, aber am Ende steht ein - einstimmiger - Beschluss: "Die Gemeinde Buchholz begrüßt den Ausbau des Wirtschaftsweges von Buchholz nach Rolfshagen (wir berichteten, d. Red.) und beteiligt sich an den Gesamtkosten mit einem noch festzulegenden Betrag. Dieser wird nach Vorlage von detaillierten Planungsunterlagen der Gemeinde Auetal zu einem späteren Zeitpunkt beschlossen. Alternativ wird der Ausbau durch Eigenleistung angeboten."

So hat's der Rat Buchholz während seiner jüngsten Zusammenkunft auf Vorschlag von Bürgermeister Hartmut Krause (WiB) beschlossen. Besagter Weg hat je nach Variante eine Gesamtlänge von 520 bis 620 Metern, wobei der erste etwa 190 Meter lange Abschnitt, der an Buchholz angrenzt, der schlechteste ist. Die Gemeinde Auetal beabsichtigt den gewünschten Ausbau eventuell unter Mithilfe des Förderprogramms Leader. Die anteiligen Kosten pro Gemeinde könnten sich dabei auf ein Achtel respektive einen Betrag von jeweils um die 5000 Euro belaufen. Genau weiß man das derzeit indes noch nicht. Doch die Buchholzer Genossen tun sich mit dem obigen Beschluss zunächst unerwartet schwer. Zwar ist auch die SPD-Fraktion im Grundsatz für den Ausbau, der Buchholzern den Zugang zum Freibad in Rolfshagen sowie zu den dortigen Arztpraxen erleichtern soll, meldet aber Bedenken an. "Wir haben ein Problem damit, dass wir Steuergelder aus Buchholz für den Ausbau eines Weges einsetzen, der uns gar nicht gehört", verdeutlicht Fraktionschef Klaus Kappmeier. Vor allem, wenn es bislang noch überhaupt keine Anhaltspunkte für die Höhe der Kosten gebe. Ganz anders sehe das aus, wenn besagter Ausbau - vollständig - aus Mitteln des Leader-Programms der EU bezahlt werden würde ... Davon abgesehen: "Auch für die Erneuerung der Auebrücke am Klärwerk haben wir von der Gemeinde Auetal kein Geld erhalten - nicht mal den versprochenen Kasten Bier", legt Kappmeier nach. Sein Kompromissvorschlag: Buchholz solle 2008 zunächst den Teil des Weges fertigstellen, der in der Gemarkung der eigenen Gemeinde liegt, und dann - im Wortsinn - das "Entgegenkommen" der Auetaler abwarten. Das jedoch ist mit Krause nicht zu machen. "Unser Teil - das sind maximal 100 Meter. So geht man mit einer Nachbarkommune nicht um!" Er selbst präferiere den Ausbau mit Eigenmitteln, ähnlich, wie es die Gemeinde auch schon bei der Sanierung des Waldweges zum Schützenhaus getan habe. "Wir kriegen genug Leute zusammen, die da mit anpacken." Doch selbst, wenn sich die Gemeinde Auetal nicht darauf einlasse, vergebe sich Buchholz mit dem obigen Beschluss nichts. Krause: "Die Höhe des Betrages, den wir beisteuern wollen, können wir später immer noch festlegen." Jetzt komme es erst einmal auf die Wirkung an, die dieses positive Signal aus Buchholz im Auetal haben werde. Diese gebetsmühlenartig vom Bürgermeisters vorgetragene Auffassung ist es, die am Ende auch bei der SPD-Fraktion konsensfähig ist.




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