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Buchholz: "Redeverbot erhalten"

Vielen Gästen hat bei der Gedenkfeier in Bad Nenndorf etwas gefehlt. "Schade, dass die Opfer hier nicht zu Wort kommen", meint Jana Schmidt. In der Tat konnten die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Marina Jalowaja und der Sprecher der Bürgerinitiative "Bad Nenndorf ist bunt", Dietmar Buchholz, ihre vorbereiteten Reden nicht halten.

"Uns wurde nicht das Wort erteilt", erklärt Jalowaja. Sie wolle den Samtgemeindebürgermeister später darauf ansprechen. Buchholz: "Wir haben Redeverbot erhalten." Die ersten Gedenkfeiern zur Reichspogromnacht in Bad Nenndorf wurden von der jüdischen Gemeinde aus der Taufe gehoben. "Vorher gab es hier nichts", so Jalowaja. Erst vor drei Jahren hätten Stadt und Samtgemeinde die Organisation dieser Veranstaltung übernommen. Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde sind seitdem als Gäste eingeladen. "Das freut mich", betont die Vorsitzende, bedauert allerdings, nicht über den Ablauf informiert worden zu sein. Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese erklärt, Jalowaja und Buchholz hätten früher auf ihn zukommen müssen: "Ich bin im Vorfeld nicht darauf angesprochen worden." Reese habe im Namen aller Bürger gesprochen. "Am Volkstrauertag kommen schließlich auch nicht die Parteien und Vereine zu Wort."




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