×
Bei 92 Frauen in Schaumburg Karzinome entdeckt

Brustkrebs-Untersuchung: "Mammamobil" rettet Leben

Stadthagen (sk). Alle zwei Jahre kommt das "Mammamobil", eine fahrbare Röntgenstation, zur Brustkrebs-Reihenuntersuchung nach Schaumburg. Derzeit steht die mobile Station in der Klosterstraße in Stadthagen. Die Ergebnisse der ersten, von März bis September 2006 durchgeführten Untersuchungsreihe ist jetzt von Medizinern vorgestellt worden.

Demnach hat die Hälfte aller Schaumburger Frauen zwischen 50 und 69 Jahren an der Röntgen-Reihenuntersuchung, dem Mammographie-Screening, teilgenommen. 92 Karzinome wurden in dem zertifizierten Verfahren diagnostiziert. Da 49 Prozent der angeschriebenen Frauen nicht zur Untersuchung gekommen sind, müsse man damit rechnen, dass bei etwa 90 weiteren Frauen ein eventuell bis jetzt nicht erkannter Brustkrebs vorliegt, so Jürgen Rathmann, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit des Mammographie-Screening Hannover. "Frau Meyer (Name geändert), sie können nach Hause gehen. Der Befund kommt in zwei Wochen." Die medizinisch-technische Assistentin (MTA) Stefanie Kunze hat eine Frau verabschiedet, die an der Reihenuntersuchung teilgenommen hat und nun die mobile Screening-Station verlässt. Screening (englisch: durchsieben, durchleuchten) umschreibt nicht den einzelnen Röntgenvorgang sondern bezeichnet ein systematisches Test- und Prüfverfahren innerhalb einer Bevölkerungsgruppe. Der Röntgenbus, das Mammamobil, steht noch bis zum 20. Oktober auf der Klosterstraße (anschließend in Bückeburg) und gehört zur Radiologischen Praxis Schwarzer Bär in Hannover. Diese hat von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen den Auftrag zur Brustkrebs-Reihenuntersuchung im Bereich Hannover und Schaumburg erhalten. Das Mammographie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs wird seit drei Jahren bundesweit vorgenommen. Vier Wochen bevor das Mammamobil in einer Stadt Station macht, werden die dort lebenden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren angeschrieben und zur kostenlosen Röntgenuntersuchung eingeladen. In Schaumburg haben in der ersten Einladungsrunde vor zwei Jahren 13 167 Frauen das Untersuchungsangebot genutzt. Das entspricht 51 Prozent der infrage kommenden Altersgruppe. Die Prozentzahl liegt im Bundestrend. Ziel in den kommenden Jahren sei eine Teilnehmerquote von 70 Prozent, um die Brustkrebssterblichkeit zu senken, so Rathmann. Die digitalisierten Bilddaten aller Röntgenaufnahmen laufen in der Praxis am Schwarzen Bären in Hannover zusammen, wo sie ausgewertet werden (siehe Kasten). Wer die Teilnahme am Screening, das alle zwei Jahre gemacht wird, versäumt hat und dies nachholen oder weitere Informationen erhalten möchte, kann sich an das Referenzzentrum Bremen, Telefon (0421) 36114093, E-Mail: termin-mammascreening@gesundheitsamt.bremen.de wenden.




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt