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Bodega-Chef: Ausreichend Sitzplätze sollten vorhanden sein, Brunnen bei Festen ohnehin außer Betrieb

Brunnen-Überbau: Sanal weist Kritik zurück

Rinteln (ur). Einige Schelte einstecken musste Arif Sanal von der "Bodega" in Rinteln trotz städtischer Genehmigung anlässlich des vorübergehenden Überbaus der Brunnenanlage am Markt zur Erweiterung des Sitzplatzangebots.

Während aus dem Kreis der Mitbewerber der Vorwurf kam, dass diese Maßnahme einzig und allein in seinem Interesse stünde, kam aus der Bevölkerung vereinzelt die Kritik, dass damit das Spielangebot für Kinder auf dem Markt eingeschränkt werde, von denen der Brunnen gern für allerhand feuchte Vergnügungen genutzt wird. Sanal bemüht sich nun, einerseits die Wogen zu glätten, andererseits Verständnis für seine Position zu entwickeln: "Ich leugne nicht, dass auch ich als heimischer Geschäftsmann am Standort Rinteln verdienen will - das setzt aber auch voraus, dass ich mir um die Rahmenbedingungen Gedanken mache!" Er jedenfalls betrachte als engagierter Gastgeber nicht nur die Besucher seiner Lokalität als Gäste, sondern auch die Menschen bei den Mitbewerbern - und auch die, die leider keinen Platz mehr finden. Es sei nun einmal so, dass bei guter Witterung und entsprechendem Zustrom von außen die vorhandenen Außenplätze am Markt nicht ausreichen: "Und wenn das Radtouristen oder andere Besucher sehen, dann warten sie nicht, bis etwas frei wird, sondern fahren in den nächsten Ort." Insofern sei es im Interesse der gesamten Innenstadt, dass ausreichend Plätze zur Verfügung stehen. Für ihn als Vater von zwei Kindern nachvollziehbar, im Grunde aber unpassend sei der Vorwurf, dass bei Messe und Altstadtfest durch den Brunnen-Überbau zur Schaffung zusätzlicher Sitzkapazitäten das Spiel der Kinder behindert würde: "Die Faszination des Brunnens geht doch ganz klar vom fließenden Wasser aus - doch die Pumpen werden bei solchen Gelegenheiten von der Stadt ja ohnehin aus Sicherheitsgründen abgestellt." Es sei bei solchem Massenaufkommen nicht verhinderbar, dass Scherben in den Brunnen gelangen und eine Gefahr für spielende Kinder darstellen. Im Gedränge sei auch die Sicherheit beim Herumtollen nicht zu garantieren. "Insofern ist der Brunnen bei solchen Events ohnehin nicht zum Spielen nutzbar." Er habe allerdings durch die Kritik ein entscheidendes Manko erkannt: "Für Eltern mit Kindern bieten wir tatsächlich bei diesen Festen zu wenig." Das beziehe sich auf das Bühnenprogramm, aber auch auf Spielmöglichkeiten: "Vielleicht könnte man bei solchen Festen mithilfe des Kinderschutzbundes oder sonstiger Initiativen und mit Förderung durch Stadt und Wirtschaft in den anliegenden Gassen Spielangebote wie Hinkeln, Murmeln, Stelzenlauf oder Sackhüpfen machen - Spiele im öffentlichen Raum, die früher jeder kannte und leider in Vergessenheit geraten sind." Hier müssten sich die Interessenten zusammentun, um ein kindgerechtes Angebot zu entwickeln, damit das Altstadtfest zumindest tagsüber ein echtes Familienfest werde. Negativ aufgefallen sei ihm gerade beim Altstadtfest, dass etwa auf der Marktplatzbühne gegen 23 Uhr ein halbstündiges Programmloch existierte: "Da denken die Leute doch, es ist schon alles vorbei." Darüber hinaus habe er sehr die Polizisten bedauert, die bereits gegen Mitternacht versuchen sollten, die verbliebenen Gäste von den Ständen zu vertreiben: "Das gibt es in den Nachbarstädten nicht und wurde von einigen Beamten offensichtlich nur ungern angegangen!" ImÜbrigen müsse man sich Gedanken darüber machen, wie man den Marktplatz ohne Aufdrehen der Lautstärke durch gestaffelte Aufstellung der Boxen so beschallen kann, dass Musik und Sicherheitsansagen überall zu hören sind. Das alles sei im Grunde in den Griff zu bekommen: "Wir können noch besser werden - wenn wir gemeinsam drüber beraten und sprechen. Am besten lange bevor die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen und nur noch kurzfristige Sachzwänge diktieren!"




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