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Garten Brockmann: Bronzestatue mit Solarmodul errichtet / Am 1. Juli wird die Gartensaison eröffnet

Brunnen für den "kleinen Kurpark der Stadt"

Obernkirchen (sig). Der Brockmannsche Garten ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Einwohner der Bergstadt keineswegs kurzatmig sind, wenn sie eine Aufgabe ehrenamtlich anpacken. Dieses einst total unansehnlich gewordene und in Vergessenheit geratene Grundstück im Herzen der Stadt wird Schritt für Schritt zu einer sehenswerten grünen Oase. Dazu trägt als neues Herzstück ein wieder belebter Springbrunnen bei.

Reiner Kreuter installiert die elektrische Pumpe, die von einem

Möglich gemacht wurde das alles durch umfangreichen ehrenamtlichen Einsatz und durch finanzielle Spenden. Das Team, das sich als "Freunde des Brockmannschen Gartens" bezeichnet, hat jetzt den Brunnen in kleiner Runde eingeweiht und dazu diejenigen eingeladen, die sich bei diesem Projekt als Sponsoren verdient gemacht haben. Der Bau- und Umweltexperte Reiner Kreuter, der zusammen mit dem städtischen Fachbereichsleiter Ulrich Kuhlmann zu den Initiatoren der Gartenanlage gehört, erinnert sich: "Der alte Brunnen war aus Ziegelsteinen gemauert, die man anschließend verputzt hatte. Nachdem sich lange Zeit niemand um ihn gekümmert hatte, war er voll Erdreich und Schutt und völlig marode." Jetzt ist der als Herzstück des Gartens anzusehende Brunnen wieder freigelegt worden. Das Mauerwerk blieb stehen. Eingelassen wurde ein stabiler Betonring. Den Abschluss bildet oben eine neue Sandsteinumrandung. "Wir wollten uns weitgehend an das Original halten, und deshalb suchten wir auch nach einer passenden Skulptur, die wieder auf den vorhandenen Tuffsteinsockel aufgesetzt werden sollte", berichtete Ulrich Kuhlmann. Nach längerem Suchen konnte man eine Bronzestatue erwerben, die der früher dort stehenden Figur (von der es Fotos gibt) nachempfunden war. Sie zeigt einen Jungen mit einem Riesenfisch, aus dessen Maul eine Fontäne spritzt. Kay Struckmeier und seine Lebensgefährtin Anja Buhr finanzierten diese Anschaffung. Und Thomas Stübke sorgte dafür, dass man wieder von einem Springbrunnen reden kann. Weil es in dieser historischen Gartenanlage keinen Stromanschluss gibt, beschaffte er eine Solaranlage, die Strom liefert, um die Fontäne in Gang zu setzen. Bürgermeister Oliver Schäfer bezeichnete den Brockmannschen Garten als den "kleinen Kurpark von Obernkirchen" und kündigte an, dass in nächster Zeit auch der Brunnen im La-Flèche-Park wieder in Betrieb genommen wird. Die Vorsitzende des Ausschusses für Partnerschaften und Kultur, Kirsten Battaglia, ging auf die Historie des seit 1893 bestehende Gartens ein. Er besitze schon durch die Steinmetzarbeiten eine regionalgeschichtliche Bedeutung und sei es wert, der Nachwelt erhalten zu bleiben, erklärte sie. Thomas Stübke erläuterte die Funktion des Solarmoduls, das die Wasserpumpe antreibt. Er wies darauf hin, dass am Sonntag, 1. Juli, ab 12 Uhr im Brockmannschen Garten die Gartensaison 2007 gestartet werde. Die Öffnungszeiten werden jeweils bekannt gegeben.



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