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Stadtverwaltung appelliert an Gartenbesitzer: Regeln einhalten - sonst werden Brenntage abgeschafft

Brenntage vor dem Aus? Letzte Bewährung läuft

Rinteln (crs). Es ist die letzte Bewährungschance für alle Rintelner Gartenfreunde: Gestern hat die Brenntage-Saison begonnen, auch heute und am kommenden Wochenende darf Baum- und Heckenschnitt verbrannt werden - allerdings zum vorerst letzten Mal. Anfang kommenden Jahres nämlich läuft die derzeit geltende Regelung aus. Und verlängert wird sie nur, darauf hatten sich Verwaltung und Politik nach massiven Beschwerden im Frühjahr verständigt, wenn sämtliche Regeln eingehalten werden.

Danach aber sah es gestern Vormittag einmal mehr nicht unbedingt aus. Trotz des starken Regens am Donnerstag packten etliche Rintelner die Gelegenheit des ersten Brenntags in diesem Herbst am Schopf - obwohl nur trockenes Holz verbrannt werden sollte. Diese Regelung hat einen guten Grund: Feucht verbranntes Holz führt zu einer erheblich höheren Qualm- und Rauchbelastung. Etliche Rintelner störten sich denn auch gestern wieder an dem beißenden Qualm, der einige Nachbarschaften in den Rintelner Ortsteilen, aber auch in der Nordstadt komplett einnebelte. Auch Hartmut Konrad sah von seinem Haus in Todenmann aus gestern Mittag überall Rauch aufsteigen: "Können diese Unbelehrbaren denn nicht warten, bis das Geäst wenigstens ein bisschen getrocknet ist?" Durch diese Ignoranz sieht Konrad, selber Gartenbesitzer, der die Möglichkeit zum Brennen für sinnvoll hält, die Regelung der Brenntage insgesamt gefährdet. Damit hat er völlig Recht, bestätigt die Stadtverwaltung: "Wir bitten alle Gartenbesitzer nachdrücklich, sich an die Spielregeln zu halten", sagt Erster Stadtrat Jörg Schröder - dazu gehören insbesondere die Einhaltung der Abstandsregeln und der Verzicht aufs Brennen bei feuchter Witterung. Sollten Verwaltung und Politik nach den Herbst-Brenntagen zu der Einschätzung kommen, dass diese Regeln allzu oft missachtet werden, kommt das Thema wieder auf die politische Agenda. Und dann gebe es nach bisherigem Dafürhalten eigentlich nur eine Konsequenz, stellt Schröder klar: "Dann gibt es eben keine Brenntage mehr - dann gibt es nur noch den Kompostplatz."




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