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"Precima Magnettechnik" expandiert / Neuer Sitz in Röcke

Bremsen aus Schaumburg gehen in die ganze Welt

Bückeburg (rc). Die Firma "Precima Magnettechnik GmbH" wird Anfang 2008 ihren Hauptsitz von Helpsen nach Bückeburg-Röcke in den ehemalige Bernstein-Komplex verlegen. Der Standort Helpsen bleibt weiter bestehen, und wird für die Entwicklung und Fertigung der Elektronik und spezieller Komponenten umgebaut. Der Betriebszweig in Bückeburg-Müsingen bleibt von der Verlagerung zunächst unberührt, langfristig ist aber auch hier eine Erweiterung geplant. Rund 14 000 Quadratmeter hat das Unternehmen dort im Visier, wie die Geschäftsleitung um Geschäftsführer Karl-Heinz Pape, Ilona Lange und Prokurist Thomas Lange anlässlich einer Betriebsbesichtigung des Wirtschafts- und Finanzausschusses im Werk Müsingen mitteilte.

Lange Stahlstangen werden im Werk in Müsingen geschnitten, gefrä

Die Politiker machten sich dort ein Bild von dem Unternehmen und ließen sich über Umsiedlungs- und Erweiterungspläne unterrichten. "Wir werden die baurechtlichen Dinge erledigen", versprach Bürgermeister Reiner Brombach. "Ein hochmodernes und expandierendes Unternehmen", lobte der stellvertretende Ausschussvorsitzende, Bernd Insinger, SPD. Precima befindet sich seit Jahren auf stetigem Expansionskurs, mittlerweile sind rund 100 Mitarbeiter in Helpsen und Bückeburg tätig. Sie erwirtschaften derzeit einen Jahresumsatz von rund 15 Millionen Euro und produzieren im Jahr mehr als 300 000 Bremsen und Kupplungen für den Maschinen und Apparatebau. "Precima"-Bremsen finden sich unter anderen in Gabelstaplern, Kränen, Windkraftanlagen, Rollstühlen oder Computertomographen namhafter auch internationaler Firmen. Aber auch die Bühnenhäuser der Opern in Dresden, Venedig oder Shanghai sind mit Bremsen aus Schaumburg ausgerüstet. "Wir erwarten eine weitere Steigerung von 30 bis 40 Prozent in den kommenden Jahren", umriss Geschäftsführer Karl-Heinz Pape die Zukunftsaussichten Precimas. Das stetige Wachstum der Firma löste jetzt auch die Umsiedlungspläne aus. Denn der Stammsitz Helpsen platzt aus allen Nähten, weshalb bereits 1998 der Sitz in Müsingen gekauft wurde. Ursprünglich plante das Unternehmen dort zu erweitern, und beide Betriebszweige in Bückeburg zusammenzulegen. Aufgrund des langwierigen Verfahrens von Grundstückserschließung bis Fertigstellung der Gebäude erwies es sich für eine schnelle Lösung als "Glücksfall", dass die Firma Bernstein ihren Röcker Produktionszweig für Sensortechnik an den Stammsitz nach Porta verlegte (wir berichteten). Precima erwarb das Gebäude: "Wir könnendamit die benötigten Kapazitäten für den Zuwachs der kommenden Jahre kurzfristig schaffen." Dass die Zuwächse kommen, ist sich die Geschäftsführung trotz der günstiger produzierenden Konkurrenz aus Fernost sicher. Die Margen würden zwar geringer, gerade aber bei den sicherheitsrelevanten Teilen wie Bremsen und Kupplungen würden die Kunden aber auf deutsche Qualität achten: "Auf Bremsen muss man sich verlassen können." Um "höchstes Qualitätsniveau" zu liefern, sind die Werke mit modernsten Metallbearbeitungstechnologien ausgerüstet. Entwickelt wird in dem Familienunternehmen selbst. Neuestes Projekt ist etwa eine Spezialbremse für eine neue Gabelstaplergeneration, die gerade für dieSerienproduktion freigegeben wurde.

Prokurist Thomas Lange mit einer in Müsingen gefertigten Kupplun
  • Prokurist Thomas Lange mit einer in Müsingen gefertigten Kupplung: Sie kommt auf einer Ölplattform in den USA zum Einsatz. Fotos: rc
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