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Nach 57 Würfen ist das Siegerteam ermittelt / Ausklang mit Grünkohlmahlzeit

Boßeln: Beliebtes Ostfriesen-Spiel hat Einzug in Luhden gehalten

Luhden (sig). Eigentlich ist Luhden als eine Hochburg des Boulespieles im Schaumburger Land bekannt. Nicht umsonst kommt das amtierende Kreismeisterteam aus diesem Ort. Die Freizeitfußballer wollten jetzt aber mal etwas ganz anderes ausprobieren und nahmen sich dafür die Ostfriesen als Vorbild. Die folgen nämlich bekanntlich gern dem Lauf großer Holzkugeln, mit denen sie ihr Wurftalent üben und quer durch die Gemarkung ziehen.

Der Chef des Luhdener Freizeit-Fußball-Clubs, Uwe Thies, setzte am vergangenen Wochenende erstmalig einen solchen Wettbewerb an und lud dazu alle Einwohner des Dorfes ein. Vorweg gab es für die 34 Teilnehmer ein reichhaltiges Frühstücksbüfett als "Unterbau". Darauf folgte Regelkunde, bevor Uwe Thies und Frank Simon die Einteilung der Aktiven in insgesamt sechs Gruppen vornahmen. Man benötigte schon etwas Übung, damit die eigene Kugel möglichst lange Strecken zurücklegen konnte und nicht plötzlich am Bordstein oder an irgendeinem anderen Hindernis strandete. Es war nicht zuübersehen, dass die Akteure diese Aufgabe von Wurf zu Wurf besser lösten. Zum Tross gehörten einige Bollerwagen mit flüssiger Nahrung und Gerätschaften für den Fall, dass eine der farblich unterschiedlichen Kugeln in einem tiefen Graben landete. Gespielt wurde unter anderem im Gewerbegebiet, auf der wegen Bauarbeiten gesperrten Umgehungsstraße der B 83 bis hin zur Straße "Unter dem Dorfe". Bis nach Kleinenbremen schafften es die Boßelfreunde nicht. Es setzte nämlich ein Dauerregen ein, der den Ostfriesen auch nicht gerade unbekannt ist und der den Akteuren den Spaß an diesem im Grunde sehr gesunden Spiel nahm. Im Gasthaus Thies warteten eine deftige Grünkohlmahlzeit und wärmende Getränke auf die gesamte Crew. Den Abschluss bildete die Siegerehrung. Es siegte die Mannschaft von Uwe Thies, zu der Bruder Detlef, dessen Tochter Yvonne, Ulrike und Wolfgang Hahne sowie Wilfried Everding gehörten. Sie schafften die Strecke mit 57 Würfen. Nur einenWurf mehr benötigte das Team von Gerrit Holtmann mit Sven Panzer, Michael Harting, Gerd Akemann und Gerold Komarek. Dritter wurde das Team von Dirk Vogt mit 63 Würfen. Die Mannschaft um den Schützenchef Nils Eggert und dem stellvertretenden Bürgermeister Hartmut Büscher benötigte fünf Würfemehr. Beim Werfen hat das männliche Geschlecht offenbar Vorteile, denn den letzten Platz belegte die Damenmannschaft mit Beate Künneke als Coach. Sie brauchte immerhin 20 Würfe mehr als die Gewinner. Bürgermeister Peter Zabold bezeichnete die Platzierung als unwichtig. Alle hätten viel Spaß gehabt, und deshalb soll es auch eine Wiederholung geben.




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