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Bossel-Hallenturnier der Siedlergemeinschaft in Hamelspringe

HAMELSPRINGE. Durch die TSV-Sporthalle flogen diesmal nicht die Bälle, sondern die Bosselstöcke schossen kreuz und quer über die Kampfbahn. In diesem Jahr gingen neun Mannschaften an den Start – eine Gruppe Politiker holte den Pokal.

Ordentlich Schwung, aber auch Präzision war beim Bosselturnier nötig. Franziska-Hahn nimmt den Wanderpokal vom Siedlebund-Vorsitzenden Axel Raupach (links) und seinem Stellvertreter Erwin Isermann entgegen. Fotos: Mensing

Autor

Gert Mensing Reporter

Seit 2003 richtet die Siedlergemeinschaft jedes Jahr den beliebten Wettbewerb im Sünteltal für die Ortsvereine und Institutionen aus. Die Hallensportart Bosseln hat dabei nichts mit Boßeln zu tun, bei dem schwere Kugeln durch Feld und Flur geworfen werden. Vielmehr kann man Bosseln mit Eisstockschießen oder der olympischen Disziplin Curling vergleichen: Über den Hallenboden werden runde Holzteller geschoben, die an der Unterseite Borsten haben, damit sie besser rutschen.

Im Verband Wohneigentum Deister-Sünteltal, im Volksmund nach wie vor Siedlerbund oder Siedlergemeinschaft genannt, finden unter den Ortsverbänden jährlich Meisterschaften statt.

Die Spielregeln sind einfach: Pro Durchgang bekommt jede Mannschaft drei sogenannte Bosselstöcke, die in der Zielzone landen müssen. Für jeden Treffer bekommt man jeweils einen Punkt. Wer am nächsten in der Zielmitte landet, erhält einen Extra-Punkt. Knappe Ergebnisse bei den Duells sind üblich, hin und wieder verfehlen aber auch gleich mehrere Bosseln die Zone deutlich.

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„Auf Kreisebene haben wir schon zahlreiche Titel errungen“, freut sich Turnierleiter Erwin Isermann. „Unsere Herren, Frauen und auch die Jugend sind aktuell Kreismeister“, erklärt Isermann, während der Leiter die Beliebtheit des Bosseln erklärt. Er fungierte als Schiedsrichter.

Axel Raupach, Vorsitzender der Siedler sowohl in Hamelspringe als auch in der Kreisgruppe Deister-Sünteltal, übernahm die Funktion als Oberschiedsrichter. Er musste einige Male tätig werden bei Protesten der Mannschaften, denn nicht immer waren die Abstände zum Ziel eindeutig.

Nach knapp sechs Stunden stand der Sieger des Wettkampfes fest: Mit 12 zu 6 Punkten gewann wie im Vorjahr das Team Ortsrat in der Aufstellung mit Franziska Hahn, Felix Hahn und Friedrich Paulun. Nur einen Punkt dahinter lagen die Turner des TSV, einen weiteren Punkt dahinter kamen die TSV-Fußballer. Auf den weiteren Plätzen folgten der Formel-Eins-Club, die Boule-Sportler, die Feuerwehr, der Pottsülten-Club, die Wandergruppe Condor und der Schützenverein.

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