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Adé doppelte Kombiklasse und totale Einzügigkeit – Zahlen laufen Befürchtungen entgegen

Boom: Fast 20 Prozent mehr Erstklässler

Bad Münder (st). Wer hätte das vermutet: In etwas mehr als einer Woche starten fast 20 Prozent mehr Erstklässler ihre Schullaufbahn als noch im vergangenen Sommer – in Zahlen: 172 (2010: 146). Die befürchtete doppelte Kombiklasse in Hachmühlen und Flegessen wird dadurch ebenso wenig traurige Realität wie die totale Einzügigkeit an der Grundschule Bakede.

88 Schüler starten in diesem Sommer an der Grundschule Bad Münder.  Foto: Archiv

Vier der fünf münderschen Grundschulen können ein zum Teil dickes Plus bei den Abc-Schützen verzeichnen, lediglich in Eimbeckhausen gibt es einen Rückgang. Dennoch liegt die Grundschule von Schulleiterin Barbara Schnabel mit 30 (Vorjahr 34) Schulanfängern über dem Klassenteiler von 28. Das bedeutet: Es gibt in Eimbeckhausen ebenso zwei erste Klassen wie in Bakede, wo für 31 Abc-Schützen der Ernst des Lebens beginnt. Das sind ganze acht Schüler mehr als 2010. Damit kommt für die kleine Schule im Sünteldorf die befürchtete totale Einzügigkeit in allen vier Klassen nicht zustande.

Sogar um 15 steigt die Zahl der Schulanfänger in der größten Grundschule Bad Münders in der Kernstadt – von 66 auf 81. Somit startet die erste Klasse dreizügig, wie auch die beiden Klassen zwei und drei. Lediglich die vierte Klasse ist ab dem neuen Schuljahr vierzügig.

In Hachmühlen und Flegessen sind die Schulleitungen schon froh, wenn die erste Klasse einzügig startet. Die drohende Kombiklasse der Jahrgangsstufen eins und zwei gibt es an beiden Standorten aufgrund noch einmal gestiegener Schulanfängerzahlen nicht. In Hachmühlen starten 14 Abc-Schützen (12), in Flegessen 16 (11). Die Kombiklasse gibt es an beiden Standorten allerdings für die Jahrgangsstufen drei und vier – verantwortlich dafür ist der sehr schwache neue dritte Jahrgang.

Den guten Zahlen zum Trotz wird definitiv ein Schulstandort geschlossen: entweder Hachmühlen oder Flegessen. Welcher das sein wird, soll laut Bürgermeisterin Silvia Nieber das Ergebnis eines Abstimmungsprozesses mit vielen Beteiligten werden. Die Verwaltungschefin hatte externe Moderation des Prozesses vorgeschlagen. Es gebe da gute Chance auf eine Förderung, sagt Nieber.



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