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Polizei ermittelt / Auftritt von Chris Andrews Höhepunkt am letzten Tag des Altstadtfestes

Bombendrohung: Racheakt oderübler Scherz?

Rinteln (wm). Die Polizei ermittelt noch, das war die einzige Auskunft, zu der Kommissariatsleiter Gerhard Bogorinsky gestern nach der Bombendrohung auf dem Altstadtfest zu bewegen war (wir berichteten). Zweimal hatte der unbekannte Anrufer sich auf dem Polizeirevier gemeldet und gedroht, auf dem Altstadtfest gehe demnächst eine Bombe hoch. Die Besucher haben von der Polizeiarbeit im Hintergrund nichts bemerkt.

"Wir sind absolut zufrieden mit dem Festverlauf", betonte gestern Morgen Jürgen Pleitner, dem wie allen Verantwortlichen ein Stein vom Herzen gefallen ist, dass sich - wie erwartet - die Bombendrohung als übler Scherz oder möglicher Racheakt herausgestellt hat. Er habe die Entscheidung der Polizei begrüßt, das Fest nicht abzubrechen. Auch Pleitner kann sich nicht vorstellen, aus welchen Kreisen die Drohung gekommen sein könnte. Dass die Drohung aus den Reihen der Schausteller komme, wie zu hören war, hält er für Spekulation. Sicher gebe es immer wieder Schausteller, die er abweisen müsse, weil sie sich spät melden und beim Altstadtfest nur begrenzt Plätze zu vergeben sind - aber das gehöre eigentlich bei allen Märkten und Messen zum üblichen Geschäft. Meist habe man mehr Anfragen als Stellplätze. Am Sonntagabendüberraschte ein unglaublich dynamischer Chris Andrews auf der Tomcat-Bühne die Altstadtgäste zum krönenden Abschluss des dreitägigen Festes. Ob das daran lag, dass der Rock- und Schlagersänger, mit 65 eigentlich Pensionär, erst im Vorjahr seine langjährige Lebensgefährtin geheiratet hat, die ihn heute managt? "So ist es", bestätigte Andrews, "und an der Musik." Dreimal in der Woche habe er noch Auftritte, sei ausgebucht, und nach wie vor komponiere er Songs und schreibe Texte. Im Mai ist seine neue Maxi-CD erschienen: "Country Boy at Heart". Was nicht verhinderte, dass das Rintelner Publikum selbstverständlich seine beiden Welthits hören wollte - "Yesterday Man" und "Pretty Belinda", mit denen sich Andrews in die Rock- und Popgeschichte eingeschrieben hat. Gern erzählt Andrews auch noch die Pointe seines erfolgreichsten Songs. "Yesterday Man" habe er eigentlich für Sandie Shaw geschrieben, die aber das Lied selbst nicht aufnehmen wollte. Zum Schluss gab Andrews dann auf Drängen seiner vielen Fans sogar noch eine Autogrammstunde. Nach seinem Auftritt blieb Andrews in Rinteln,übernachtete im Waldkater. Nachdem er schon auf der Fahrt in die Weserstadt eineinhalb Stunden auf der Autobahn im Stau gestanden hatte, wollten sich Andrews und seine Ehefrau Alexandra das nicht mehr antun. Gestern ist er nach Wien geflogen.




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