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Erstes „Moonlight-Shopping“ kommt gut an in der Kurstadt / Einzelhandel und Gastronomie zufrieden

Body-Painting, Elfentanz und volle Geschäfte

Bad Münder (oe). Das erste „Moonlight-Shopping“ in Bad Münder feierte eine gelungene Premiere. Zufriedene Gesichter bei den Einzelhändlern und Gastronomen – aber auch der Wunsch nach mehr. „Das können wir ruhig zwei- bis dreimal im Jahr machen“, so Marino Di Tullio, der sich über sein gut gefülltes Straßencafé am Abend freute.

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Viele Hundert Passanten und Nachtschwärmer nutzten den lauen Frühlingsabend, um in der Innenstadt zu bummeln und flanieren. Besondere Aufmerksamkeit erregte der derzeit beste deutsche Bodypainter, Jörg Düsterwald, mit seinem attraktiven Model bei eine Live-Vorführung im leerstehenden Ladenlokal an der Ecke Marktstraße/Obertorstraße. Nur durch eine Schaufensterscheibe vom Publikum getrennt verwandelte er den Körper der jungen Dame in eine bunte Blütenlandschaft.

Nackte Haut und schöne Frauen waren auch wenige Meter weiter in der Echternstraße ein Zuschauermagnet. In der „Sudpfanne“ konnten sich die Herren der Schöpfung im „Männerhort“ einfinden, um wahlweise das Freitags-Spiel der Bundesliga oder orientalischen Bauchtanz zu beobachten. Diesmal hatte der Fußball in der Zuschauergunst deutlich das Nachsehen. Zu später Stunde verlagerten die Tänzerinnen ihren Aktionsradius auch nach draußen auf die Straße, wo sich schnell eine begeisterte Zuschauertraube bildete.

Vom Söltjerbrunnen startete Klaus Kork seinen Rundgang durch die Stadtgeschichte. Über den Süntel, seine Bewohner und alte Sagen erzählte „Süntelgeist“ Elvira Wittich den Gästen. Zwischendurch tanzten die Hexen, Elfen und Feen des Theaters „Nachtfalter“ in den Straßen umher. Sie warben für ihr neues Programm „Drachenalarm“, das am 16. Mai im Martin-Schmidt-Konzertsaal aufgeführt wird.

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Für Kathrin und Thomas Linke wird dieser Abend wohl unvergessen bleiben. Sie nahmen das Angebot des Standesamtes an und gaben sich zu später Stunde in Bad Münder das Jawort. Sie sind dafür aus Emmerthal angereist und hatten von der Aktion in der Zeitung gelesen.

Zufriedenheit herrschte auch bei Salvatore Amoroso, der vom bisher „besten Tag des Jahres“ sprach. Sein Straßenlokal war bis in die späten Abendstunden voll besetzt. Optiker Johann Hasenfuss und Boutique-Inhaberin Nadine Hobein waren angenehm überrascht, „dass so viel los war“ und plädieren ebenfalls für eine Wiederholung.

Nur Wirtschaftsförderer Gebhard Reese fand noch ein Haar in der Suppe: „Ich hätte gern noch eine Bratwurst- und Bierbude gehabt“, sagte er zu Petra Witte, Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung und Organisatorin des „Moonlight-Shoppings“. „Das war doch nur ein erster Versuch, beim nächsten Mal werden wir auch daran denken“, so Witte. Die angekündigten Himmelslaternen durften allerdings wegen Brandgefahr nicht in den Nachthimmel steigen.



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