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21-Jähriger kommt mit BMW ins Schleudern / Dritter Unfall in fünf Jahren

BMW gegen Mauer: Haus Nummer 15 zieht Unfallfahrer wie magisch an

Krankenhagen (wm). Ein 21-Jähriger aus Bösingfeld ist am Mittwochabend gegen 18.15 Uhr mit seinem 3er-BMW gegen die Eingangstreppe des Hauses Nummer 15 in der Extertalstraße gekracht. Anita Kummerow saß gerade in ihrem Arbeitszimmer von dem Computer: "Ich habe Reifen quietschen gehört, dann hat es auch schon gescheppert."

Zu flott in geschlossener Ortschaft unterwegs: Nach einem riskan

Der BMW-Fahrer, erst letzte Woche 21 geworden, stieg mit leichten Verletzungen aus, sein Beifahrer im gleichen Alter kam mit dem Schrecken davon. Die Polizei rekonstruierte nach Zeugenaussagen und Spuren den Unfallhergang wie folgt: Der BMW-Fahrer, in Richtung Bösingfeld unterwegs, hatte im Bereich des Bahnübergangs einen Lastwagen überholt - trotz durchgezogener Mittellinie und Sperrfläche. Dann wollte ein Renault vom Jibi-Parkplatz nach rechts auf die Extertalstraße abbiegen. Deshalb blieb der BMW gleich auf der Überholspur. Bei dem Versuch, den Wagen wieder auf die rechte Fahrspur zu lenken, verlor der Fahrer die Kontrolle. Der BMW stieß rechts gegen eine Bordsteinkante, schleuderte zurück quer über die ganze Fahrbahn, durchbrach eine Hecke und wurde erst von einer Mauer des Hauses Nummer 15 gestoppt. Zeugen, die den Unfall vom Jibi-Parkplatz aus beobachtet hatten, erzählen, der junge Mann habe die Extertalstraße wohl "mit dem Nürburgring verwechselt". Der BMW sei mit aufheulendem Motor "full speed" die Straße entlang geschossen. Es ist das dritte Mal, dass bei Anita und Rolf Kummerow Unfallfahrer auf dem Grundstück landen. 2002 pflügte eine Lastwagen durch den Vorgarten, als er Rad fahrenden Kindern hatte ausweichen wollen. Dabei beschädigte er auch den Wagen eines Zeitungsausträgers. Im Juli 2005 rammte ein 40-jähriger aus Stadthagen mit seinem Geländewagen eine Hausecke. Der Fahrer wurde schwer verletzt. Rolf Kummerow: "Wir haben schon nach dem ersten Unfall unseren Hauseingang nach hinten verlegt, zum Glück, wie man jetzt wieder gesehen hat." Es ist das Haus seiner Großeltern und mit Sorge sieht Kumerow, dass sich nur wenige hier an die vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer halten. "Das klappt nur, wenn ein Fahrschulwagen vorneweg fährt oder die Polizei gerade mal wieder Kontrollen macht."

Geschockt: Rolf und Anita Kummerow.
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Juli 2005: Durch die Rosen.
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