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Austauschschüler besuchen Max-Planck-Institut / Heute reist die Gruppe ab

Blumen vereisen mit Stickstoff - da staunen auch die Chinesen

Rinteln (kl). Kurz vor Ferienbeginn hat eine Schülergruppe des Gymnasiums Ernestinum zusammen mit ihren chinesischen Austauschschülern das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen besucht. Die Max-Planck-Gesellschaft unterhält derzeit 80 Forschungsinstitute, in denen mehr als 12 000 Mitarbeiter sowie 9100 Doktoranden, Postdoktoranden, Gastwissenschaftler und studentische Hilfskräfte tätig sind.

Den Besuch in der Forschungseinrichtung in Göttingen hat der Gymnasiallehrer Ralf Kirstan geknüpft, der an dem Max-Planck-Institut für Geschichte tätig war und aus dieser Zeit noch Kontakte zu der Max-Planck-Gesellschaft hat. Die chinesischen Lehrer hatten den Wunsch geäußert, ihren Schülern die einzigartigen Strukturen des Instituts näher zu bringen. Mit einem von Dr. Alexander Zimek in englischer Sprache gehaltenen Vortrag wurden die Schüler über die Institutsgeschichte und die Forschung am Institut informiert. Im Anschluss folgte ein Vortrag von Professor Helmut Grubmüller mit dem Thema "Proteine bei der Arbeit", in dem er den Schülern die Funktion und Vielfalt von Proteinen näher brachte und einen kleinen Ausblick in die Zukunft gewährte. Anschließend wurde die große Schülergruppe geteilt und die einzelnen Gruppen begaben sich abwechselnd zu den verschiedenen Stationen, die für sie geplant waren. Dr. Birgit Krummheuer zeigte der deutsch-chinesischen Gruppe den Windkanal und erklärte seine Funktionsweise. Eine Einführung in die Elektronenmikroskopie gab Dr. Dirk Wenzel. "Solche Maschinen habe ich noch nie gesehen, ich finde das alles sehr interessant", zeigte sich Jia Mengyang begeistert. Besonders fasziniert waren viele Schüler von der Methode, kleinste Präparate mithilfe von Stickstoff zu vereisen, was auch gleich an einigen Versuchsobjekten - zum Beispiel mit einer Blume - demonstriert wurde und Begeisterung auslöste. Das gemeinsame Mittagessen in der Kantine des Institutes kam vielen sehr gelegen, gewährte es doch eine Pause von den zahlreichen Informationen, die die Schüler in wenigen Stunden mit auf den Weg bekamen. Schließlich war es weder für die deutschen noch die chinesischen Schüler ganz einfach, den Vorträgen in englischer Sprache zu folgen. Gegen 14 Uhr verließ der Bus das Institut in Richtung Innenstadt und es blieben zwei Stunden, um Göttingen zu erkunden. Zum Abschluss besichtigte die Gruppe noch die Burg Plesse, die im äußersten Nordwestteil des Göttinger Waldes liegt. Heute werden die chinesischen Austauschschüler wieder abreisen.




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