Blumen und ein Preis für den Retter

Bad Münder. Es war sein freier Tag. Am Nachmittag des 29. Januar hatte es sich Markus Voß gerade im Trainingsanzug und mit Hauschuhen auf dem Sofa seiner Lebensgefährtin in der Hamelspringer Mühlenbreite bequem gemacht, eine Tasse frischen Kaffee in der Hand, als er an die Tür gerufen wurde. Ein paar Häuser weiter, bei Christel, qualme es, er möge doch mal nachsehen. Voß, Gruppenführer der Feuerwehr in Springe, war sofort alarmiert. Trotz frostiger Temperaturen verzichtete er auf Jacke und Schuhe und rannte in Richtung des Hauses Nummer 36. Er kam genau zur rechten Zeit, um Christel Fronzke aus ihrer brennenden Küche zu retten – kurze Zeit später war das Haus nicht mehr zu betreten. Für seinen Einsatz, der wahrscheinlich der 75-Jährigen das Leben rettete, wurde Voß jetzt mit dem Zivilcouragepreis der Sozialraum-AG Bad Münder ausgezeichnet. Polizeikommissariatsleiter Manfred Homann, Bürgermeister Hartmut Büttner und Christoph Schieb als Sprecher der Sozialraum-AG bedankten sich in einer Feierstunde bei Voß. „Ihr schnelles und couragiertes Eingreifen hat aller Wahrscheinlichkeit nach der Dame das Leben gerettet. Es wäre ihr vermutlich nicht mehr gelungen, selbstständig das brennende Haus zu verlassen“, dankte Homann. Voß habe den Ernst der Lage erkannt, entschlossen gehandelt. Auch Schieb dankte dem Springer für sein beispielhaftes Verhalten. Bürgermeister Büttner erklärt, dass ihm das Verhalten des Retters imponiere. Er habe in einer schwierigen Situation alles richtig gemacht, „so entschlossen, so menschlich, so gut.“ Durch sein beherztes Eingreifen sei es zu keinen schweren Personenschäden gekommen. Christel Fronzke hatte sich Brandverletzungen an den Händen zugezogen, ihr Haar war angesengt. Als Voß sie aus der brennenden Küche zog, versuchte sie Geschirr aus brennenden Schränken zu retten – vermutlich in einem Schockzustand.

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