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3C-Profi mit einer Glanzleistung

Björn Papstein fährt bei der DM auf Platz sechs

Radsport. Mit dem besten Ergebnis seit dem Gewinn der Vizemeisterschaft im Juni 2004 hat sich das Team 3C Gruppe bei den Deutschen Straßenmeisterschaften in Bochum präsentiert. Gleich drei Fahrer schafften den Sprung ins vordere Dutzend. Björn Papstein auf Rang sechs, Paul Voß auf Rang neun und Dennis Pohl auf Rang 12 ließen die Straßen-DM für das Team 3C Gruppe zu einem vollen Erfolg werden.

"Das war große Klasse", strahlte Team-Manager Holger Sievers über den Coup. Immerhin war das Team 3C Gruppe die einzige Mannschaft mit drei Fahrern in den Top 12. Damit nicht genug: Die Mannschaft spielte bei der DM ihre große Geschlossenheit aus, war in allen Ausreißergruppen vertreten und erntete am Endenicht eben zufällig die guten Platzierungen. Besonders die Leistung von Björn Papstein verdiente ein Sonderlob. Der Meinsener belegte einen starken sechsten Platz und kam direkt hinter "Radsport-Idol" Jens Voigt ins Ziel. In der hektischen Anfangsphase des Rennens waren es Matthias Friedemann und René Obst, die in den ersten Gruppen "saßen" und die rot-schwarzen Trikots in den Fokus rückten. In der vierten von elf Runden á 19,1 Kilometern (gesamt 209 Kilometer) setzte sich Paul Voß mit einer zehnköpfigen Gruppe ab, die fast bis zum Ende hielt. In der drittletzten Runde konnten Björn Papstein und Dennis Pohl im Sog der Spitzenteams zu dieser Gruppe aufschließen; damit war das Rheda-Wiedenbrücker Team als einzige Mannschaft mit drei Fahrern vorn vertreten. Als sich der alte und neue Meister Fabian Wegmann (Gerolsteiner) acht Kilometer vor dem Ziel am letzten Anstieg absetzte, zerfiel die auch die Spitze in zwei Teile. Aus dem vorderen Teil wurden die Plätze zwei bis sechs vergeben. Die Vizemeisterschaft sicherte sich Erik Zabel (Milram) vor Gerald Ciolek (High Road), Stefan Schumacher (Gerolsteiner), Jens Voigt (CSC) und eben Björn Papstein. Der erfahrene Papstein hatte von allen 3C-Profis den längsten Atem, fand aber auch schnell eine Erklärung dafür. "Paul Voß ist heute 180 Kilometer vorn in den Gruppen gefahren, da war klar, dass ich im Finale selbst etwas tun muss", sagte Papstein, der mit seiner Glanzleistung zeigte, dass er vor drei Wochen nicht zufällig Deutscher Bergmeister geworden ist. Auf dem anspruchsvollen Kurs in Bochum war eben alles gefragt - zwei Anstiege und teils heftiger Wind teilten das Fahrerfeld in zwei Teile. Das "Hauptfeld" kam mehrere Minuten nach der Spitzengruppe ins Ziel.

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