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Bodenaushub fürs Klinikum ab 14. Juli / Abtransport über die Bergstadt

Bis zu 40 Lkw pro Stunde

Vehlen. Der Bodenaushub, der im Zuge der Baggerarbeiten für die Baugrube des Klinikum-Neubaus in der Vehlener Feldmark anfällt, wird auf dem Weg zum Stadthäger Georgschacht durch die Bergstadt transportiert. Das haben Claus Eppmann und Georg von Luckwald am Montagabend bei der ersten von zwei Bürgerversammlungen im Dorfgemeinschaftshaus Ahnsen erklärt. Nach den Berechnungen des Chefs der Krankenhausprojektgesellschaft und des Landschaftsarchitekten fallen etwa 56 000 Kubikmeter Aushub an, von denen 36 000 Kubikmeter abtransportiert werden müssen; der Rest verbleibt auf dem Baugelände.

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„Die Erdarbeiten“, so von Luckwald, „werden am Montag, dem 14. Juli, beginnen“. Den Abtransport des Aushubs zur Stadthäger Deponie soll die „Ahrens Transport & Handel GmbH & Co. KG“ mit Sitz in Stadthagen übernehmen. Dabei handelt es sich um ein Tochterunternehmen der Firma Matthäi, die im Zuge der EU-weiten Ausschreibung den Zuschlag für den Aushub der Baugrube bekommen hat; Matthäi selbst sitzt in Verden, ist europaweit aufgestellt und hat allein in Niedersachsen acht im Baugewerbe tätige Niederlassungen.

„Das Lkw-Aufkommen“, so der Landschaftsplaner, „wird im Schnitt bei etwa 16 bis 20 Fahrzeugen pro Stunde liegen. In der Spitze können es aber auch schon mal bis zu 40 Lastwagen sein.“ Diese Zahlen umfassten alle Touren – also sowohl die Hin- als auch die Rück- respektive Leerfahrten, wie von Luckwald auf Nachfrage versichert. Gefahren werden soll zu den Baustellenzeiten: regulär von montags bis freitags, 6 bis 20 Uhr; gegebenenfalls werde aber auch länger sowie zusätzlich auch an Samstagen gefahren. Das sei abhängig von der Lage im Zeitplan und der Organisation der Baustelle.

Die Route, welche die Lkw nehmen sollen, führt von der Baustelle über die K 11 (Eilsener Straße), die Steinhofstraße bis zum ersten Kreisel, die Schäferstraße bis zum zweiten Kreisel, über die K 14 (Lange Straße) auf die Hauptstraße (B 65) und von dort auf der B 65 über den Schnatwinkel zum Georgsschacht.

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  • Die Baufläche für das Klinikum: Dort soll es mit dem Aushub der Baugrube ab 14. Juli rund gehen. tw
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  • … führt durch Obernkirchen.

„Die Baugruben“, so Eppmann, „werden nacheinander ausgehoben; begonnen wird dabei mit dem Nordkubus.“ Knapp zehn Tage nach dem Beginn der Erdarbeiten soll es am Mittwoch, dem 23. Juli, den „offiziellen Spatenstich“ und daran anschließend eine kleine Feierstunde geben. Mit dem Ende des Bodenaushubs für die Baugrube rechnet von Luckwald im Laufe des Oktober.

Derweil gibt es auch für den Rohbau, für den am Montag, dem 7. Juli, die Submission der ebenfalls EU-weiten Ausschreibung stattfindet, einen Rahmenterminplan. Gestartet werden soll mit dem Rohbau am Montag, dem 8. September – und zwar mit dem des Nordkubus inklusive Wirtschaftshof. Parallel dazu laufen noch die letzten Baggerarbeiten an der Baugrube. „Der Ausbau“, so der Landschaftsplaner, „soll ab Februar 2015 erfolgen, die Haus- und Medizintechnik ab April 2015 installiert werden“.

Daneben ist geplant, den Ostkubus bereits ab Oktober, den Westkubus ab November dieses Jahres anzugehen. Die Außenanlagen sollen dann im Sommer 2015 in Angriff genommen werden. Geplanter Termin für die Fertigstellung des Klinikums Schaumburg als Ganzes: September 2016. –

Derweil regt sich in der neben den zwölf „Offiziellen“ von etwa 50 Interessierten besuchten Ahnser Bürgerversammlung zum Teil heftige Kritik an der Verkehrsführung für die Baustellen-Lkw: Denn durch die ab Montag, dem 14. Juli, aus Sicherheitsgründen erfolgende Sperrung des Weges „Auf dem Stapel“ seien Radfahrer via Vehlen gezwungen, auf die Eilsener Straße (K 11) auszuweichen; die aber habe keinen Radweg und werde noch dazu von den Lkw befahren, welche den Bodenaushub nach Stadthagen bringen.

Auf der L 451 laufe man dagegen Gefahr, als Radfahrer unter die Räder zu kommen – weshalb Bürger eine Tempobeschränkung für diese Straße fordern, die nicht nur im Baustellenbereich greift.

Weiterer Kritikpunkt: An eben jener Eilsener Straße sei im Rahmen einer Wanderbaustelle aktuell eine Baufirma aus Tschechien tätig; dort herrsche in Sachen Baustellenorganisation das „blanke Chaos“.

Erschwerend komme hinzu, dass die Arbeiter kein Deutsch sprächen respektive verstünden. Birgit Maiwald, Leiterin des Straßenverkehrsamts beim Landkreis, räumt ein, dass die Situation an der Eilsener Straße für Radfahrer „unerfreulich“ ist, sieht aber derzeit für den Baustellenverkehr keine Alternative. Zu der Firma aus Tschechien habe man bereits Kontakt aufgenommen.

Eine zweite Bürgerversammlung findet am Mittwoch, dem 9. Juli, um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Vehlen statt. Darüber hinaus sollen in Kürze sämtliche Haushalte in den Gemeinden Obernkirchen und Eilsen mit Postwurfsendungen über die Arbeiten informiert werden.

Das Bürgertelefon, an dem Anwohner Sorgen loswerden und Kritik äußern können, bleibt weiterhin geschaltet: Es ist dienstags und donnerstags jeweils von 9 bis 11 Uhr besetzt und unter der Rufnummer (0 57 21) 70 15 55 erreichbar.

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