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Beirat: Servicebüro an erster Stelle

"Bis jetzt gab es uns ja gar nicht"

Obernkirchen (rnk). Der Behinderten- und Seniorenbeirat wird sich als erste Maßnahme um die Einführung eines Beratungsangebotes kümmern. Das beschloss das Gremium bei seiner Sitzung am Mittwoch.

Wo sollen sich die Mitglieder schwerpunktmäßig engagieren? Und wer? Und in welchen Räumen? Es waren eine Menge Fragen, die sich die Mitglieder des neuen Gremiums stellten. Es wird ein Seniorenservicebüro gewünscht, aber auch der "Generationspakt" soll in Angriff genommen werden, zudem muss auch das Projekt des "Lokalen Bündnisses für Familie" in Betracht gezogen werden, das im leerstehenden Bornemann-Gebäude ein Familienzentrum errichten will. Albrecht Stein formulierte es als Vorsitzender des Behinderten- und Seniorenbeirats so: Man dürfe auf keinen Fall nach dem Motto arbeiten, "dies ist mein Vorgarten", sondern man müsse sich vernetzen und zusammenarbeiten. Das Bornemann-Gebäude sei allerdings aufgrund seiner Größe "ideal", zumal das Konzept für das Familienzentrum recht ähnlich sei, auch wenn sie sich durch verschiedene Strukturen unterscheiden würden: Das Familienzentrum setze auf "Alt für Jung" mit den Senioren als Helfer, während die Senioren- und Behindertenbetreuung mehr nach dem Motto "Alt für Alt" verfahre. Stein fand das aber nicht weiter schlimm und dafür ein schönes Bild: Wenn man sich ein Haus von hinten und von vorne anschaue, habe man zwei verschiedene Sichtweisen, aber immer noch das gleiche Haus. Und: "Getrennte Konzepte werden niemals Erfolg haben." Schnell waren sich die Mitglieder einig, dass der Schwerpunkt der künftigen Arbeit eben das Behindertenservicebüro sein soll, als kurzfristig umzusetzendes Ziel. Das Zentrum, so Stein, sei mehr eine langfristige Vision. Wie Renate Ernst erklärte, sei die Raumfrage für das Servicebüro nicht ganz so dringend: Bürgermeister Oliver Schäfer habe ihr versichert, dass es nach Absprache im Rathaus natürlich für den Beirat ein Zimmer geben werden, das zu bestimmten Zeiten als Servicebüro genutzt werden könne. Die Mitglieder des Beirates wollen sich nun regelmäßig treffen, um erst einmal herauszuarbeiten, wer für welche Aufgaben und Anfragen der beste Ansprechpartner ist. Renate Ernst sah es pragmatisch: "Es ist ja kein Druck da. Bis jetzt gab es uns ja gar nicht."




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