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Anwohner erbostüber Zulieferverkehr / Vereinbarte Wege werden nicht eingehalten

Biogasanlage: "Runder Tisch" gefordert

Hohnhorst (tes). Der Zulieferverkehr zur Biogasanlage im Feld bei Horsten sorgt weiter für Ärger. Die Transporter benutzen nicht die vereinbarte Zufahrt über Kreuzriehe, sondern weichen über Hohnhorster Gebiet aus - ein Verkehrsaufkommen, dem der Koppelweg nicht gewachsen ist. Neue Lösungen müssen her. Hohnhorst will jetzt alle Beteiligten an einen Tisch bringen.

Der Umweltausschuss des Bad Nenndorfer Rates sieht akuten Handlungsbedarf: "Die Stadt Bad Nenndorf hat einen städtebaulichen Vertrag mit der Betreibergesellschaft. Wir nicht. Dazu müssen wir uns Gedanken machen", hat der Vorsitzende Karl-Walter Brüggenwirth betont. Bad Nenndorf habe vertraglich vereinbart, dass die Betreibergesellschaft einen Weg nach Kreuzriehe ausbaut. Dieser sei allerdings an einem Ende gesperrt. Folge: Der Verkehr verläuft in ganz anderer Richtung. Die Zulieferfahrzeuge benutzen einen Weg auf Hohnhorster Gebiet. Hohnhorst habe diese Lösung von Anfang an aber abgelehnt. "Dennoch ist alles so durchgeführt worden", erklärte Hohnhorsts Bürgermeister Otto Lattwesen. Der Koppelweg sei bereits jetzt sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Über kurz oder lang können selbst die Transporter nicht mehr darauf fahren. Aus Sicht des Bürgermeisters führt kein Weg daran vorbei, eigene Wirtschaftswege auszubauen. "Aber wir sind nicht bereit, die Kosten dafür alleine zu tragen", forderte er eine Sonderregelung. Den Koppelweg kurzerhand zu sperren, das komme nicht in Frage, erklärte Lattwesen. "Dafür sind überörtliche Behörden zuständig." Auch Landwirte kennen das Problem. Diese seien auf eine verlässliche Zuwegung angewiesen, um ihre Waren an die weiterverarbeitenden Betriebe liefern zu können, nannte Lattwesen ein Beispiel. Demnach verfolge die Firma Nordzucker eine Regelung, wonach die Landwirte dafür zu sorgen haben, "dass ihre Rüben da liegen, wo man mit dem Lkw hinkommt." Gleiches müsse auch für die Betreibergesellschaft der Biogasanlage gelten. Die Wege zu verbreitern, sei aus Sicht der Benutzer und Anlieger vernünftig, bestätigte CDU-Ratsherr Otto Tatge und schlug vor, zur Finanzierung auch Mittel aus dem "Leader"-Programm der EU zu beantragen. Ein Runder Tisch soll jetzt für Klarheit sorgen, wie die finanziellen Lasten auf mehrere Schultern verteilt werden können. "Das hatte ich auch im Bauamt schon angeregt", so Lattwesen. Um die neue Situation zu diskutieren, will der Bürgermeister ein Treffen in die Wege leiten mit Betreibergesellschaft, Grundstückseigentümern sowie Vertretern der Gemeinden Suthfeld und Hohnhorst, der Stadt Bad Nenndorf, der Samtgemeinde und des Landkreises.




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