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Alterskameradschaft besucht Büroausstatter Haworth am Deisterbahnhof

Bildungsrundgang der Feuerwehr-Senioren

BAD MÜNDER. Holz, Staub, schwere Maschinen – bei Haworth geht es immer laut und manchmal auch ein bisschen schmutzig zu. Damit die Mitarbeiter trotzdem sicher und geschützt Schränke und Stühle zusammenbauen können, hat die Firma eine Werksfeuerwehr. Alte Kameraden kehrten am Dienstag wieder auf das Werksgelände zurück.

Dübel im Kreisverkehr: Die Alterskameradschaft besichtigt die Maschinen. Foto: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Die Alterskameraden der Feuerwehr im Altkreis waren am Dienstag auf Einladung von Produktionsleiter Detlef Dobelmann in den Produktionshallen zu Gast. Erste Station: das Testlabor, neben den Produktionsbereichen ein Herzstück der Firma. „Wir wollen natürlich Möbel bauen, die besser, stabiler und bequemer sind als die der Mitbewerber“, erklärt Dobelmann den rund 25 Alterskameraden. Deswegen werden die Rückenlehnen von Bürostühlen im Sekundentakt zurückgebogen, wird die Belastung von Sitzflächen genau gemessen, schlagen schwere Gewichte gegen Tischkanten. Solche Dehn- und Stressübungen für die Möbel dauern mehrere Tage, manche Testreihen sogar Monate, erklärt Haworth-Mitarbeiter Michael Schmidt.

Qualitätskontrolle, bei der die alten Feuerwehrkameraden große Augen bekommen. Dass Möbelbauer heute nicht mehr mit Säge und Schleifpapier an den Werkbänken sitzen, konnten die Feuerwehr-Senioren schließlich bei der Produktion betrachten: Vollautomatisches Lager, Maschinen, die nach Computeranleitung Tischplatten und Seitenwände für Schränke millimetergenau zuschneiden – all das funktioniert bei Haworth inzwischen ohne den Menschen. Selbst die kleinen Holzdübel, die die Spanplatten miteinander verbinden, laufen über Schläuche in die Herstellung ein, nur für die letzten Handgriffe landet der halbfertige Schrank dann doch auf der Werkbank eines Arbeiters. „Beeindruckend“, heißt es denn auch aus dem Mund eines Kameraden aus Rodenberg.

Ebenso fasziniert ist auch Robert Ascher, Vorsitzender der Alterskameraden. Für den Münderaner ist es ganz persönlich ein besonderer Rundgang. „So schnell sieht man das hier nicht wieder“, ist sich der langjährige Feuerwehrmann sicher.

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