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Fünf Studenten der HAWK inventarisieren im Wettbergschen Adelshof Skulpturen und Entwürfe von Willy Meyer

Bildhauer-Nachlass – ein Fall für angehende Restauratoren

Bad Münder (jhr). Ein Projekt mit vielen Gewinnern: Im Museum im Wettbergschen Adelshof wird derzeit der Nachlass eines bekannten Münderaners genau unter die Lupe genommen – und zwar von angehenden Restauratoren der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim. Fünf Studenten beschäftigen sich unter der Anleitung des Museumsteams um Michael Meier um den Nachlass des Bildhauermeisters Willy Meyer.

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Seine Werkstatt hatte der Holzbildhauer in dem Gebäude am Kirchhof, in dem heute die Kunstwerkstatt untergebracht ist. Ein großes Schild im Eingangsbereich wies in den 30er und 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf die Werkstatt hin, jetzt steht es wie viele Arbeiten, Skizzen und Entwürfe im Museum und wird von den Studenten für die Inventarisierung vorbereitet.

„Der Nachlass ist uns vor einigen Wochen von Heinz Münchgesang aus Hameln angeboten worden. Ein Glücksfall“, sagt Museumschef Meier. Diethard Salzmann und Wolfgang Schwanke holten die Gegenstände ab – und seitdem ist die Begeisterung im Team groß: „Zu hundert Prozent interessant“, urteilt Meier, „im Prinzip ist jedes Objekt zu verwenden.“ Schon keimt die Idee einer eigenen Ausstellung bei den Mitgliedern des Museumsteams. Dass die Arbeiten des Holzbildhauers Meyer in Bad Münder auf großes Interesse stoßen werden, steht für sie bereits fest: An vielen Stellen im Stadtgebiet sei sein Wirken schließlich noch heute zu sehen, etwa in den zahlreichen kunstvoll geschnitzten Hinweisschildern.

Spannend für Studenten wie Museumsteam: Mit dem Nachlass treten jetzt auch Entwürfe für bereits bekannte Skulpturen zutage und lassen Rückschlüsse auf die Arbeitsweise Meyers zu. Gestern begannen die Studenten des Bachelor-Studiengangs „Präventive Konservierung“ mit der Inventarisierung. Papiere und Pausen wurden geglättet, Objekte vermessen und genau beschrieben. Für sie eine gute Gelegenheit, die Arbeit im Museum „von A bis Z“ kennenzulernen, für das Museumsteam willkommene Hilfe bei der ersten Auseinandersetzung mit dem Nachlass.

Dass die weitergehen soll, steht für Museumschef Meier bereits fest. Er bittet Münderaner, das Museumsteam mit Hinweisen auf das Leben und Werk Meyers zu unterstützen. Erreichbar ist er unter 05042/3249.



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