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Bilanz Rockzelt Bad Münder: Die Wände sind schon gefaltet

BAD MÜNDER. Die bisher erfolgreichste Saison des Rockzeltes Camp Balu war gerade erst mit einem ausverkauften Konzert der AC/DC Coverband „Hole full of Love“ zu Ende gegangen, da wurde auch schon das Zelt ins Winterlager verstaut.
Familie Becker und ihr Rockzelt-Team blicken zufrieden zurück auf die Saison 2016.

Akrobaten auf dem Zelt: Bevor Plane und Gestänge des Camp Balu abgebaut werden, muss zunächst die Beleuchtung weg. Fotos: RP

Mit sechs erstklassigen Coverbands, aber auch mit zwei namhaften Originalbands – „Hamburger Blues Band“ und „Klaus Major Heuser“ – gab es in diesem Jahr acht Konzerte. Die Termine waren unter Berücksichtigung von Konkurrenzveranstaltungen wie zum Beispiel der Fußball-EM geschickt gewählt und so füllten die Gäste mehrfach das Rockzelt bis an die Grenzen. 50 Saisonkarten wurden nach Angaben des Teams Anfang des Jahres verkauft. Aus Sicht des Veranstalters ein Grundstein, der neben den vielen Gutschein- und Ticketverkäufen schon weit vor dem ersten Konzert geschaffen wurde.

Woran lag es aber, dass das Zelt nur bei Coverbands dreimal ausverkauft war? Sicherlich daran, dass einige dieser Bands bereits mehrfach in Bad Münder zu Gast waren. Dass die ersten Auftritte, beispielsweise von „True Collins“ und „Abba Review“, das Publikum begeisterten, hatte sich herumgesprochen – und jeder zufriedene Besucher ist die beste Werbung für weitere Konzerte. So ähnlich könnte es auch bei den neuen Original-Bands sein: Es muss sich erst verbreiten, dass Musikgrößen wie Maggie Bell oder Major Heuser den Weg nach Bad Münder gefunden haben. „Das Rockzelt zählt mittlerweile zu den besten Clubs in Deutschland“, hatte zuletzt auch Sänger Darius Djurinovac von „Hole full of love“ verlauten lassen. Der muss es wissen, spielt Djurinovac doch besonders gerne in kleineren Musikclubs – und das schon seit mehr als 20 Jahren.

Das Projekt Rockzelt hat auch in diesem Jahr wieder viele neue Freunde, Helfer und Unterstützer gefunden, ohne die solche Veranstaltungen sicher unmöglich wären. Bei jedem Konzert sind allein rund 15 ehrenamtliche Helfer im Dienst, vier Feuerwehr-Kameraden kümmern sich um die Parkplatzeinweisung. Gerade bei ausverkauften Konzerten eine Herausforderung, auch wenn die Ardagh-Glashütte ihre Plätze immer wieder unkompliziert zur Verfügung stellt. Auch die Zusammenarbeit mit dem Schützenverein als Nachbar des Rockzeltes klappt nach Auskunft der Familie Becker sehr gut. Den Besuchern bleibt beispielsweise der Gang zum Dixi-Klo erspart, weil die Toiletten im Gebäude mitbenutzt werden dürfen.

Nach dem letzten Konzert in diesem Jahr wird das blau-weiße Rockzelt über den Winter eingelagert.
  • Nach dem letzten Konzert in diesem Jahr wird das blau-weiße Rockzelt über den Winter eingelagert.

Große Erleichterung herrschte bei Familie Becker auch in Sachen Bürokratie: Jahrelang wurden von den zuständigen Stellen nur kurzfristige Genehmigungen für das Zelt als Veranstaltungsort erteilt. Nun gab es endlich eine Zusage von Stadt und Kreis, dass das Zelt in der jetzigen Form für zunächst drei Jahre genutzt werden darf.

Einen Ausblick auf die kommende Saison mochte Becker noch nicht geben – das Programm bleibt wieder ein Geheimnis – zumindest bis zum Weihnachtsmarkt. Dann will Familie Becker verkünden, wer in 2017 die Bühne betreten wird, Saisonkarten wird es dann auch zu kaufen geben.

Klar: Das Rockzelt-Team hofft auch im kommenden Jahr wieder auf eine erfolgreiche Saison – vielleicht können Becker und Co. dann am Ende des Jahres verkünden: „Vier Konzerte ausverkauft.“rp



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