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"Unsere Nachbarn im Schaumburger Wald" / Viele Vögel bleiben in bisherigen Gutachten unerwähnt

"Bicon" informiertüber Vielfalt des Tierbestands

Cammer (bus). Die Bürgerinitiative Containerhafen (Bicon) hat während einer Informationsveranstaltung in Cammer auf die Vielfalt des in unmittelbarer Nähe des an der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen projektierten Containerterminals "Regioport Weser" angesiedelten Tierbestands aufmerksam gemacht.

Die unter dem Motto "Unsere Nachbarn im Schaumburger Wald" stehende Veranstaltung widmete sich dabei in erster Linie den gefiederten Lebewesen. "Viele der hier anzutreffenden Vögel, aber auch etliche der hier vorkommenden Schmetterlinge, Amphibien und Libellen finden in den bislang vorgelegten Gutachten keinerlei Erwähnung", betonte Bicon-Mitstreiter Dietmar Richter gegenüber den Teilnehmern. Richters Ausführungen, die auf den mehr als 60 Jahre zurückreichenden Erfahrungen seines Vaters Otto aufbauten, verblüfften die etwa 40 anwesenden Interessierten ungemein. Von Otto Richter aufgenommene Fotos belegten unumstößlich das Vorkommen von Graureiher, Weißstorch, Kiebitz und Rebhuhn ebenso wie vonNeuntöter, Beutelmeise, Kuckuck und Waldkauz. Auch Gabelweihe, Turmfalke und mehrere Spechtarten sowie nicht zuletzt der Eisvogel, der aktuelle "Vogel des Jahres", zählen im Schaumburger Wald zu den regelmäßig anzutreffenden "Nachbarn". "Die vorliegenden Untersuchungen berücksichtigen bei der Abwägung der Standortprüfung nicht die jeweiligen Eingriffe in Natur und Landschaft - Arten, Biotope, Fauna, Flora, Bodenschutz, Flächenversiegelung, Gewässerschutz und Landschaftsbild", verdeutlichte Bicon-Vorstand Uwe Tönsing die Einschätzung der Bicon-Initiative vor Ort. In einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Voruntersuchung heißt es zusammenfassend: "Unter Berücksichtigung der Vermeidung bzw. Minderung von Emissionen, insbesondere Lichtemissionen wird daher insgesamt nicht davon ausgegangen, dass der Erhaltungszustand der für das Schutzgebiet wertgebenden Lebensraumtypen und Arten verschlechtert wird." Die Initiative bedauerte ausdrücklich, dass für die zuvor angekündigte fachkundige Fledermaus-Führung leider kein Experte gefunden werden konnte. Von den angesprochenen Naturschutzorganisationen habe man "merkwürdige Reaktionen" erhalten, in denen von "Befangenheit" die Rede gewesen sei, erklärte ein Sprecher. Dieses Verhalten bestärke die bei der Infoveranstaltung anwesenden Bicon-Mitglieder in ihrer Auffassung, "alles immer wieder hinterfragen" zu wollen. Ziel der Gemeinschaft bleibe es, dafür Sorge zu tragen, dass die Wohn- und Lebensqualität der an das Plangebiet angrenzenden Gemeinden bewahrt und gefördert werde, umeine lebendige und lebenswerte Wohnstruktur zu erhalten und damit die Zukunftsfähigkeit dieser Gemeinden auch für künftige Generationen zu sichern.




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