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Energiesparen: Handwerksbetriebe und Stadtwerke informieren / Vortrag: Wärmepumpe als Alternative

"Bewusstsein für den Klimaschutz stärken"

Rinteln (mld). 328 Milliarden LiterÖl und 94 Billionen Kubikmeter Gas werden pro Tag in Deutschland verbraucht. Bei diesen Zahlen kann Otto Normalverbraucher leicht schwindelig werden - auch angesichts schwankender Rohstoffpreise. Dass aber nicht allein die Kosten für Öl und Gas Anlass sein können, das eigene Haus auf "Energiesparen" umzurüsten, wollen die Rintelner Stadtwerke, Handwerksbetriebe, Schornsteinfeger und Geldinstitute am morgigen Sonnabend mit ihrem Informationstag "Durch Energiesparmaßnahmen das Klima schützen" zeigen.

Von 10 bis 17 Uhr können sich die Besucher auf dem Gelände der Stadtwerke am Bahnhofsweg über Themen wie Wärmedämmung, alternative Heiztechniken und die Finanzierung der Häuserumrüstung informieren. "Wir wollen bei den Rintelnern das Bewusstsein für den Klimaschutz stärken", erläutert Jürgen Peterson, Geschäftsführer der Stadtwerke. Durch den Einsatz regenerativer Energien und richtiger Wärmedämmung wird aber nicht nur das Klima geschützt, auch die Energiekosten sinken. Zudem, so Peterson, sei es momentan besonders leicht, staatliche Förderung für die Umrüstung auf umweltschonende und energiesparende Isolierung und Heizung zu bekommen. Insgesamt zehn Rintelner Handwerksbetriebe werden ausstellen: Malermeister beraten zum Thema Wärmedämmung, Sanitärbetriebe zu alternativen Heiztechniken und die Schornsteinfeger zu ökologischen Brennstoffen wie Holzpellets und Biomasse. Der Raiffeisen-Landbund berät zu Flüssiggas und alternativen Brennstoffen, Sparkasse und Volksbank geben Tipps zu Fördermöglichkeiten für umweltbewusste Umrüstungen. Um 14.30 Uhr wird Bernd Hoppe von der Firma Siemens-Novelan einen Fachvortrag über die Wärmepumpe als Alternative in der Wärmeversorgung halten. "VieleMenschen wissen nicht, was sich hinter einer Wärmepumpe für Chancen verbergen", so Peterson. Dass ein einfacher Fassadenanstrich ein Haus nicht isolieren kann, weiß Malermeister Ingo Gödecke: "Es gab mal eine Farbe aus den USA, die ein Haus isolieren sollte", erinnert er sich. "Aber das Einzige, was die Wärme im Haus hält, ist Schichtstärke." Zur Wärmedämmung werden zehn bis 20 Zentimeter dicke Styroporplatten an der Häuserfassade angebracht, erklärt Gödecke. Er wird einen Bauwagen ausstellen, der den Aufbau dieser neuen Platten-Verbundsysteme zeigt. Peter Franke vom Sanitärbetrieb Ackmann stellt neben Pellet- und Gasheizkesseln besonders effiziente Solaranlagen vor, die Wasser als Wärmeträger benutzen. Eine "Weltneuheit", versichert Franke, seien die Solaranlagen, die durch Hybridkollektoren Strom erzeugen und gleichzeitig Warmwasser aufbereiten. Mit diesen Anlagen wäre ein Haushalt vom Versorgungsnetz unabhängig - vorausgesetzt, die Sonne scheint ausreichend. Die Ackerbürger bieten ein Buffet mit Kaffee und Kuchen an, die Fleischerei Rauch und die Firma Korf werden sich um Imbiss und Getränke kümmern. Auch Kinderschminken wird angeboten.




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