weather-image
15°
Schulen Dr. Kurt Blindow feiern Geburtstag / 17 000 Absolventen in 50 Jahren - mit 17 fing alles an

"Bewundernswert, was Sie hier geschaffen haben"

Bückeburg (rc). Mit einer 150-köpfigen Schar illustrer Gäste haben die Schulen Dr. Kurt Blindow ihren 50. Geburtstag gefeiert. Unter anderem waren Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann am Donnerstagabend ins Palais gekommen, wo die Schulen seit 1969 residieren.

0000462074-12.jpg

Einst als reine Chemiker-Schule mit 17 Absolventen gestartet, umfasst das Angebot heute verschiedenste Ausbildungsgänge, vor allem im Techniker-Bereich. 17 000 Absolventen legten in den 50 Jahren ihre Prüfungen in Bückeburg ab, derzeit bevölkern 350 Schüler das Gebäude. "Bewundernswert, was sie hier geschaffen haben", so von der Leyen; "eine geniale Idee mit Weitsicht", so Bernd Busemann; "ein hohes Glück, wenn die Kinder das Lebenswerk ihrer Eltern fortsetzen", so Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, waren die Laudatoren voll des Lobes. 1951 seien seine Eltern Kurt und Else aus Halle an der Saale, also dem Osten, nach Bückeburg geflohen, schilderte Dr. Wolfgang Blindow, ältester Sohn, Vertreter der Erbengemeinschaft und Geschäftsführer der Schule, in seiner Begrüßung. Hier fingen sie als "arme Bürger im reichen Westen" zunächst in ihren alten Berufen als Chemiker und Kauffrau im Lebensmittelbereich an. Ende 1956 an einem "denkwürdigen Tag" nach einem Kinobesuch, wurde bei einem Bier die Idee geboren, eine Chemieschule einzurichten. "Mein Vater war Feuer und Flamme und hat noch am nächsten Tag angefangen." Am 1. Mai 1957 war es soweit: Die erste Klasse startete, damals noch im Gebäude an der Obertorstraße. 1969 wurde der heutige Schulsitz gekauft und die "Brandruine" mit viel Energie, besonders von Mutter Else, saniert und renoviert. Dr. Wolfgang Blindow: "Meine Eltern haben Überdurchschnittliches geleistet für die Gesellschaft." Im Schulbereich setzte sich die Blindow-Schule an die Spitze, entwickelte Berufsfelder wie CTA oder PTA oder ab 1987 das des UTA, das nach einer Erprobungsphase 1993 zur Regelausbildung in Niedersachsen wurde. Dazu kommen seit 1997 der Technische Assistent Informatik (IT) oder seit 1998 der Biologisch Technische Assistent (UTA), wie Geschäftsführer Siegfried Groth in einem historischen Abriss darlegte. Den Erfolg der Schule führt Schulleiter Rüdiger Maxin auf die gute Zusammenarbeit von Lehrern und Schülern zurück. "Wir setzen die Leistung hoch an, kümmern uns aber auch um die Menschen, sonst können wir nicht erfolgreich sein", sagte er. Der Erfolg zeige sich auch in einer hohen Akzeptanz der Blindow-Absolventen auf dem Arbeitsmarkt. Seit einigen Jahren pflegt die Schule engen Austausch mit China, kümmert sich mit verschiedenen Aktionen um Bedürftige. So wurde zum Beispiel aus Anlass des Jubiläums um Spenden für das Kinderhospiz "Löwenherz" in Syke gebeten. Dafür erhielt die Schule ein dickes Lob der Familienministerin: "Dafür gilt ihnen mein Dank. Wir müssen immer im Blick behalten, was wir für die Schwächsten der Gesellschaft tun können." Busemann sagte, dass das Land wisse, "was wir an dieser Schule haben. Wir haben immer eine gute Zusammenarbeit gepflegt". Schöttelndreier betonte, dass die Blindow-Schulen eine "wertvolle Ergänzung" zu den Berufsschulen des Landkreises seien.

0000462074-13.jpg
0000462074-14.jpg
0000462074-15.jpg
0000462074-16.jpg
0000462074-13.jpg
0000462074-14.jpg
0000462074-15.jpg
0000462074-16.jpg
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare