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Messergebnis liegt jetzt vor / 400 Autos pro Tag mit mehr als 70 km/h / Offene Arbeitsgruppe gebildet

Bewiesen: In Buchholz wird zu schnell gefahren

Buchholz (tw). In Buchholz wird - relativ gesehen - zu schnell gefahren: Das ist die Erkenntnis aus der jüngsten Tempomessung, die Bürgermeister Hartmut Krause (WiB) bei der Samtgemeinde in Auftrag gegeben hatte. Seiner Bitte, ihm die Ergebnisse der Messungen, welche die SPD-Fraktion beim Straßenbaulastträger in Auftrag gegeben hatte, zuzuleiten, war die Behörde leider nicht nachgekommen.

Krauses Fazit aus den Geschwindigkeitsmessungen der Samtgemeinde: "Immerhin etwa fünf Prozent der Fahrzeuge pro Fahrtrichtung sind auf der Bückebergstraße jeden Tag mit mehr als 70 km/h unterwegs - macht insgesamt 400 Fahrzeuge täglich." Kontrolliert worden war mit dem "Seitenradarmessgerät" jeweils eine volle Woche lang - und zwar vom 15. bis 22. November (1. Messung) in Höhe Bückebergstraße 69, 150 Meter vom Ortseingangsschild entfernt und nochmals vom 26. November bis 3. Dezember (2. Messung) in Höhe Bückebergstraße 23 und damit weiter innerorts. Gemessen wurde, für die Fahrer nicht sichtbar, in beiden Fahrtrichtungen. Während der jüngsten Zusammenkunft des Rates stellte Andreas Kunde, Leiter Ordnungsamt im Eilser Rathaus, den Politikern die Ergebnisse vor. Danach tritt die Masse der Tempoverstöße vor allem im Berufsverkehr, der "Rushhour", zwischen 8 und 13 Uhr auf, sind die Verstöße am ersten Messpunkt zahlreicher als am zweiten. Fazit der ersten Messung von Kunde: "In Fahrtrichtung Obernkirchen wird bereits etwa 150 Meter vor dem Ortsausgangsschild stark beschleunigt; in Fahrtrichtung Steinbergen wird noch etwa 150 nach dem Ortseingangsschild nicht die - zulässige - Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erreicht." Fazit der zweiten Messung: "In Fahrtrichtung Obernkirchen wird, bedingt durch die Steigung, die zulässige Höchstgeschwindigkeit größtenteils eingehalten oder nur gering überschritten; in Fahrtrichtung Steinbergen wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit insgesamt nur gering überschritten." Auf Anregung des Bürgermeisters soll nun noch einmal in der hellen Jahreszeit gemessen werden - um zu sehen, ob es dann andere Werte gibt. "Die Messergebnisse der Samtgemeinde", erklärt SPD-Vizefraktionschef Frank Rinne, "sind denen ähnlich, die uns aufgrund der Messung der Landesbehörde vorliegen - und damit repräsentativ". Allerdings komme Buchholz aufgrund der vergleichsweise niedrigen Tempowerte voraussichtlich in kein Förderprogramm des Landes Niedersachsen für Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung. Doch wie auch immer: Um den Buchholzern gleichwohl ein sicheresÜberqueren der Bückebergstraße möglich zu machen, wird auf Vorschlag des Bürgermeisters eine "offene Arbeitsgruppe" gebildet, die ein Konzept zur Einhaltung der Geschwindigkeit vorlegen soll. Ihr werden neben den Ratsmitgliedern Hartmut Krause (als Bürgermeister), Wolfgang Witt (WiB), RaimundMöller (CDU) und Frank Rinne (SPD) nach den ersten Sitzungen auch interessierte Bürger angehören. Weil das Begehren der SPD auf Gründung eines Fachausschusses in die gleiche Richtung zielt, haben die Genossen im Rat für den von Krause formulierten Beschluss gestimmt - und ihren eigenen Antrag zurückgezogen.




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