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Vonscheidt: Ohne geht gar nichts / Bürgermeister: Museum muss bleiben

Bewegung in der Causa Museum - "Hauptamtlicher" soll es richten

Bückeburg (bus). Bürgermeister Reiner Brombach hat mit einer handfesten Aussage die mutmaßliche Entwicklungsrichtung des Landesmuseums für Schaumburg-Lippische Geschichte, Landes- und Volkskunde vorgezeichnet. "Das Museu m soll und muss in Bückeburg bleiben", bezog Brombach im Kultur- und Fremdenverkehrsausschuss eindeutig Stellung. Es müsse etwas zum Fortbestand der Einrichtung passieren - "und zwar in Kürze".

Damit meinte Brombach in erster Linie die Einstellung einer hauptamtlich angestellten Kraft. Das Fehlen eines "Hauptamtlichen" war zuvor von Dr. Wolfgang Vonscheidt in einem Sachstandsbericht als Hauptgrund aller gegenwärtigen und zukünftigen Übel dargestellt worden. "Ohne einen hauptamtlichen Leiter geht gar nichts", hatte der Vorsitzende des Museumsbetreibers Schaumburg-Lippischer Heimatverein verdeutlicht. Vonscheidt zeichnete ein Bild der seit 1905 im 1564 erbauten "Schaumburger Hof" untergebrachten Einrichtung, das zwarüber einiges Licht - großer Fundus, Alleinstellungsmerkmal als Landesmuseum, zentrale Lage - verfügte, das aber auch - räumliche Situation, umfangreicher Renovierungsbedarf, der nicht vorhandene "Hauptamtliche", unzureichende pekuniäre Basis - mächtige Schatten aufwies. Der Heimatverein könne trotz großen ohne Entgelt geleisteten Engagements das Haus aus eigener Kraft nicht halten. "Von den Beiträgen unser etwa 400 Mitglieder allein können wir nicht leben und nicht sterben", umriss Vonscheidt die aktuelle und zukünftige Situation. Auf den häufig erwähnten "Hauptamtlichen" warten vor allen Dingen zwei Aufgaben: Einerseits gilt es, ein bündiges museumspädagogisches Konzept zu entwickeln und in die Tat umzusetzen; auf der anderen Seite bedarf es der Fachkraft, um durchaus vorhandener finanzieller Fördermöglichkeiten habhaft zu werden. Ohne den alsbald zu engagierenden Experten geht zwar laut Vonscheidt "gar nichts", ohne Geld geht aber wohl noch weniger. Zumal das in den 90er Jahren sanierte Gebäude hinsichtlich der Technik selbst museale Züge aufweist und eine grundlegende Auffrischung benötigt. Während eines im Februar organisierten Workshops kursierten Überschläge, die allein für die Posten Gebäudeinvestition, Ausstellungsgestaltung und Renovierung der Exponate mit bis zu 850 000 Euro zu Buche schlugen. Jetzt soll - die Rückendeckung des Stadtrates vorausgesetzt - möglichst rasch und in Abstimmung mit dem in Niedersachsen für Kulturelles zuständigen Wissenschaftsministerium ein schlüssiges Anforderungsprofil erstellt werden. "Wir benötigen keinen Schließherr", erläuterte Brombach. Gefragt sind laut Workshopsowohl fachliche Kompetenz als auch hinreichend Sensibilität und Fähigkeit, Ehrenamtliche für die Museumsarbeit zu gewinnen und in die Arbeit einzubinden. Vonscheidt plädierte nachdrücklich für eine ganzheitliche Vorgehensweise: "Halbe Sachen sind rausgeschmissenes Geld."




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