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So viele Einsätze wie noch nie / Feuerwehr feierte 90-jähriges Bestehen

Bewegtes Jahr in Marienau

Marienau. Ortsbrandmeister Dirk Stoffregen kann normalerweise auf fünf bis acht Einsätze der Feuerwehr Marienau pro Jahr zurückblicken. Im vergangenen Jahr kamen die 26 Aktiven zu 17 Einsätzen. Direkt am Neujahrstag begann das Jahr für die Aktiven mit einem Heckenbrand, vermutlich durch Feuerwerkskörper entzündet. Neben Sturmschadenbeseitigung waren aber auch außergewöhnliche Einsätze dabei. Im vergangenen März etwa hatte sich ein Spänebunker einer Marienauer Tischlerei entzündet, der dann mühselig geleert werden musste. Wegen des feinen Holzstaubes mussten viele Atemschutzgeräteträger auch auswärtiger Feuerwehren eingesetzt werden. Nach dem ersten Einsatz brannte der Filter der dortigen Abluftanlage, sodass am gleichen Tag die Feuerwehr bei der Tischlerei zweimal zum Einsatz kam. Neben den diversen Hilfeleistungen wurde die Feuerwehr sogar an Heiligabend aktiv. Die Feuerwehr befreite eine Person aus verschlossener Tür.

Die Feuerwehr feierte ihr 90-jähriges Bestehen mit einem großen Zeltfest und Umzug. Anfang September wurde dafür viel Zeit verwendet. So wurden zum Beispiel in Brünnighausen Birken geschlagen und damit das ganze Dorf dekoriert. Neben dem Kommers gab es auch den Besuch des Brandschutzmobils von der VGH, Spaßwettbewerbe der Gemeindejugendfeuerwehr, Kaffeetafel, Ehrungen sowie natürlich ein rauschendes Fest. Außerdem sorgte die Feuerwehr mit den traditionellen Veranstaltungen wie Osterfeuer und Maibaumaufstellen selbstverständlich auch wieder für die Geselligkeit und Gemeinschaft im Ort.

Insgesamt kamen die Kameraden der Ortswehr auf fast 4000 Dienststunden. Zu den 26 Kameraden der Einsatzgruppen kommen derzeit noch 13 Kameraden in der Altersabteilung und neun Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. Die Jugendfeuerwehr war besonders dankbar für die vielen Spenden, die unter anderem die Teilnahme am Kreiszeltlager ermöglichten. Stolz waren die Jugendlichen im Kreiszeltlager, als sie den ersten Platz für das beste Ländermotto erreichten. Ortsbrandmeister Dirk Stoffregen konnte Löschmeister Andreas Berger das Ehrenzeichen für 40-jährigen aktiven Dienst und Hauptfeuerwehrmann Markus Patocka das Ehrenzeichen für 25-jährigen aktiven Dienst verleihen.

Auffallen werden die Feuerwehrleute im Einsatz nun gewiss mit ihren neuen Frontblitzern und dem lauteren Martinshorn. Stoffregen hofft, dass dadurch den Feuerwehrleuten auch mehr Sicherheit gegeben ist.gök




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