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Vor Gericht: 42-Jähriger muss zwölf Monate ins Gefängnis

Betrug: Gabelstapler nicht bezahlt

Rinteln (maf). Ein Schrotthändler, der einen Gabelstapler gekauft und nicht vollständig bezahlt hat, muss nun für zwölf Monate ins Gefängnis. So lautet die Entscheidung von Amtsrichter Christian Rost, der den 42 Jahre alten Ostwestfalen nun wegen Betruges verurteilte.

Im August 2005 erschien der Angeklagte bei einer Rintelner Firma und erwarb für 7800 Euro einen Gabelstapler. Das Gerät, das er noch am selben Tag für den Einsatz auf einer Baustelle benötigte, konnte der Mann aber nicht sofort bezahlen. Er versprach, den Kaufpreis zwei Tage später zu erstatten, weil er Geld aus einem anderen Geschäft erwartete. Daraus wurde jedoch nichts, der Fall zog sich in die Länge. Immer wieder versuchte der Verkäufer, die 7800 Euro zu bekommen, zeitweise konnte er den Angeklagten gar nicht ausfindig machen. Letztlich erhielt der geprellte Rintelner nur rund ein Viertel des vereinbarten Kaufpreises. Auch eine Rückgabe des Gabelstaplers scheiterte: Die Maschine wurde auf einer Baustelle in Rheda-Wiedenbrück gestohlen. "Ich habe etwas gekauft, was ich nicht bezahlen konnte", räumte der 42-Jährige vor Gericht ein. Der seit 1987 vielfach wegen Betrügereien aufgefallene Ostwestfale beteuerte allerdings, dass der Stapler lediglich 4900 Euro kosten sollte. Davon habe er 3500 Euro entrichtet. In seinem Urteil bezog Richter Rost zwei Entscheidungen der Amtsgerichte Bad Oeynhausen und Rheda-Wiedenbrück ein: Im Oktober 2005 und Februar 2006 waren gegen den Angeklagten jeweils viermonatige Bewährungsstrafen wegen Diebstahls verhängt worden.

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