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Vor Gericht: Im Zweifel für den Angeklagten - 24-Jähriger verlässt Gerichtssaal ohne Strafe

Betrügereien nicht eindeutig nachweisbar

Rinteln (maf). Ein dubioser Fall um einen gestohlenen BMW und mehrere Handybetrügereien bleiben unaufgeklärt: Richter Christian Rost sprach einen 24-jährigen Arbeitslosen frei, der sich für insgesamt sechs Straftaten vor dem Amtsgericht verantworten musste.

Im Mai 2005 brachte ein Lauenauer (27) seinen BMW nach Bad Nenndorf, um den Wagen in einer Werkstatt TÜV-fertig machen zu lassen. Wenige Tage später war das auf einer Straße nahe der Firma abgestellte Fahrzeug verschwunden. In dem geklauten BMW, der bis heute nicht wieder aufgetaucht ist, befand sich auch der Personalausweis des Lauenauers. Eine Woche nach dem Diebstahl betrat ein unbekannter Mann mit eben diesem Ausweis ein Rintelner Geldinstitut. Er trug ein Käppi und eine Sonnenbrille und gab sich als Vertreter einer Metallwarenfirma aus. Unter Vorlage des entwendeten Personalausweises beantragte der Unbekannte die Eröffnung eines Kontos. Einige Wochen später bekam der bestohlene Lauenauer per Post verschiedene Handyverträge, die auf seinen Namen abgeschlossen wurden, die er aber gar nicht unterschrieben hatte. Dadurch erfuhr er von der Kontoeinrichtung in Rinteln. Der 27-Jährige rief daraufhin bei der Bank an und ließ das Konto sperren. Dem Angeklagten konnte weder der Diebstahl noch die Handybetrügereien nachgewiesen werden. Vor Gericht erkannte der Bankangestellte den Arbeitslosen nicht als denjenigen wieder, der das Konto eröffnet hatte.




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